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31.10.2013 Kommunikation Von: Christian Müller 2 Kommentare

Bewerbung via Ghostwriter: Gute Idee für Bewerber? #Blogparade

Bewerbung via Ghostwriter: Gute Idee für Bewerber? #Blogparade

Darf man seine Bewerbung von einem Ghostwriter pimpen lassen?“ – Diese Frage stellt Jochen Mai drüben auf der Karrierebibel in den Mittelpunkt einer Blogparade. Da ich selbst als Karrierecoach, Texter und Blogger aktiv bin, spricht mich das Thema natürlich an. Dazu kommt, dass entsprechende Anfragen mehrmals die Woche bei mir eingehen. In der Regel beginnen diese Kontaktaufnahmen mit der Anfrage zu einem Karrierecoaching, doch nach einigem Austausch wird mehr oder weniger offen die Frage gestellt, ob ich auch das Anschreiben verfasse. Meine Antwort ist immer gleich: Nein, tue ich nicht.

So wenig wie ich wissenschaftliche Arbeiten für andere verfasse, so wenig schreibe ich komplette Bewerbungsanschreiben. Gerne ergänze, korrigiere und reflektiere ich Anschreiben, doch die Basis und das Endergebnis müssen vom Bewerber selbst kommen. Der Grund: Eine Bewerbung ist immer eine persönliche und völlig individuelle Angelegenheit, die auch die Persönlichkeit des Bewerbers widerspiegeln und mit dem Eindruck im Bewerbungsgespräch übereinstimmen soll.

Ghostwriter für Bewerber – unehrlich und nutzlos

Mir ist klar, dass mir die Anbieter entsprechender Leistung jetzt vehement widersprechen werden, doch aus meiner Sicht ist der Einsatz eines Ghostwriters unehrlich und nutzlos. Unehrlich, weil ich dem Arbeitgeber gegenüber ja – zumindest implizit – behaupte, das Anschreiben selbst erstellt zu haben. Natürlich könnte ein Bewerber auch angeben, dass er das Anschreiben nicht selbst verfasst hat, doch das werden die meisten aus guten Gründen nicht tun.

Neben diesem Vertrauensbruch – denn genau das ist es für mich – halte ich Anschreiben von Ghostwritern auch für nutzlos. Nur hervorragende Ghostwriter schaffen es, den Stil und die Persönlichkeit des Bewerbers widerzuspiegeln. Gelingt das, kann ein solches Anschreiben tatsächlich hilfreich sein. In der Regel wird das Anschreiben jedoch nicht dem Bewerber entsprechen. Die Erwartung des Personalers vor dem Bewerbungsgespräch ist daher völlig unrealistisch – und die Enttäuschung entsprechend groß.

Für mich lautet das Fazit: Kann man einen Ghostwriter für das Bewerbungsanschreiben engagieren? Klares Ja. Sollte man es tun? Klares Nein. Ist es in Ordnung? Rechtlich vielleicht – wobei ich mir dabei gar nicht so sicher bin – doch moralisch aus meiner Sicht keinesfalls. Persönlich spreche ich mich klar gegen Ghostwriter für Bewerbungsanschreiben aus, das Geld solltet ihr lieber in ein gutes Coaching und die Entwicklung einer individuellen Strategie investieren.

P.S.: Die Blogparade läuft noch bis morgen. Wer also mitmachen will – nur zu.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

Malte  |   21. März 2014 um 15:13 Uhr

Ich denke man sollte die Beauftragung immer vom Job abhängig machen. Ich denke es ist klar, dass sich Bewerber, welche sich für eine Stelle auf als Journalist oder einen Job im Büro bewerben, ihrer Bewerbungsdokumente lieber selbst erstellen sollten. Aber in anderen Branchen würde ich es auch moralisch nicht als verwerflich ansehen. Ein Bäckermeister und Mauerer muss nicht mit einer Rechtsschreibung und Satzbau überzeugen. Außerdem lässt man ja in der Regel von Bekannten oder Verwandten sein Dokumente nochmal prüfen. Warum soll man dies nicht auch professionell machen lassen, wenn man keinen an der Hand hat. Da es sehr viele Anbieter auf dem Markt gibt sollte, man auf jedenfall vergleichen. Sicher spielt der Preis auch eine Rolle, aber die Betreuung bei einen solchen Ghostwriter sollte ebenfalls stimmen.

[…] Christian Müller schließlich findet den Einsatz eines Ghostwriters unehrlich gegenüber dem Arbeitgeber und sogar […]

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