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04.03.2017 Kommunikation Von: Christian Müller 1 Kommentar

Kommunikationsprofis, bitte sprecht mit den Menschen

Der heutige Artikel richtet sich an Kommunikationsprofis, also Frauen und Männer, die beruflich kommunizieren. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Online-Bereich und Social Media, doch meine Bitte gilt allen professionell Kommunizierenden. Und eine Warnung vorweg: Es handelt sich um einen Kommentar und eine Bitte. Der Artikel ist also persönlich angehaucht und der einen oder dem anderen etwas zu idealistisch oder naiv.

Bildnachweis: TEDx Tübingen

„Die Frage ist echt naiv.“ „Das steht doch alles im Netz.“ „Das meinen die nicht ernst, oder?“ „Zu faul zum googlen oder was???“ – Diese Fragen lese ich immer wieder und zwar in allen Kanälen. Sie werden meist von Kommunikationsprofis gestellt und beziehen sich auf Fragen von Einsteigern.

Davon, also Einsteigern, gibt es vor allem im Sozialbereich viele. Social Media sind dort tatsächlich und wortwörtlich noch Neuland. Aus eigener Erfahrung sehe ich Soziale Einrichtungen in etwas auf dem Kommunikationslevel von KMU vor ungefähr fünf Jahren.

Ich kann die eingangs genannten Fragen nachvollziehen. So manche Einsteigerfrage wirkt auf den ersten Blick naiv oder riecht nach Faulheit. Und ja, manche sind zu faul zum googeln. Doch das gilt längst nicht für alle.

Verständnis braucht Kommunikation

In solch amüsierten Fragen schwingt Unverständnis mit. Vieles, was online affinen Menschen selbstverständlich vorkommt, ist für Einsteiger einfach komplett ungewohnt.

Wir, damit meine ich die Gruppe der Social Media affinen Menschen und Kommunikationsprofis, sind größtenteils so lange dabei, dass wir uns in völlige Einsteiger nur schwer hineinversetzen können.

Ich gebe zu: Auch ich muss bei manchen Fragen manchmal schmunzeln. Und in der Vergangenheit habe ich manche ernstgemeinte Frage leider auch spöttisch abgekanzelt. Doch das ändere ich seit einiger Zeit. Und zwar aus mehreren Gründen.

Natürlich sehe ich das Thema aus der Sicht von Sozial- und Bildungsarbeitern. Diese sind oft weniger technik- und online-affin als die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern anderer Bereiche.

Doch das Phänomen ist keineswegs auf den Sozial- und Bildungsbereich beschränkt. Auch viele KMU und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen in Sachen Online-Kommunikation noch ganz am Anfang.

Dazu kommt in vielen Fällen – vor allem bei Behörden, öffentliche getragenen Sozialen Einrichtungen und mancher KMU – dass die Fragesteller aus Umgebungen kommen, in denen vieles verboten oder untersagt ist. Was für Freelancer, Selbstständige oder Start Ups und KMU selbstverständlich ist, kann in einer solchen Umgebung kompliziert und problematisch sein.

Kommunikationsprofis, beantwortet auch Grundlagenfragen


Meine Bitte lautet daher: Liebe Kommunikationsprofis, bitte beantwortet Grundlagenfragen und sprecht auch über die Basics.

Diese Bitte gilt natürlich nur denen, die aus eigenem Antrieb und freiwillig in entsprechenden Gruppen oder Foren aktiv sind. Wer bewusst in einem Kontext unterwegs ist, in dem auch Einsteiger Fragen stellen, sollte auf diese Fragen hilfsbereit regieren oder zumindest schweigen.

Mir ist klar, dass diese Bitte – und mein Artikel – naiv, idealistisch oder gar arrogant klingen kann. Wenn es Ihnen so geht seien Sie versichert: Das ist ganz und gar nicht meine Absicht.

Es wäre jedoch sinnvoll, wichtig und gut, wenn Einsteiger nicht mit Ironie und Spott, sondern mit Unterstützung begegnet würde. Und darum bitte ich.

P.S.: Ich ignoriere die bereits laufende Hilfe und all die guten Rat- und Hilfestellungen für Einsteiger keineswegs. Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die auch diese Menschen hervorragend ansprechen. Dazu gehören für mich unter anderem meine geschätzte Kollegin Daniela Sprung von bloggerabc und mein geschätzter Kollege Sebastian Riehle vom Social-Media-Doktor.

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Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

[…]   Bei der Gelegenheit möchte ich auch gleich auf seinen wichtigen Beitrag hinweisen! Bitte sprecht mit den Menschen. Wir alle, die sich täglich mit Social Media und dem Netz auseinandersetzen und ausreichend […]

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