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24.01.2017 Allgemein Von: Christian Müller 0 Kommentare

Mehrere Social-Media-Kanäle: Auch für Soziale Träger wichtig

„Warum brauchen wir mehrere Social-Media-Kanäle? Ist Facebook nicht ohnehin tot und Snapchat angesagt? Reicht da nicht einer?“ - Solche Fragen höre ich in fast allen Beratungsgesprächen und Workshops bei Sozialen Trägern. Sie sind einerseits nachvollziehbar, zeigen jedoch andererseits ein schwieriges Verständnis von Social Media. Heute möchte ich eine andere Perspektive dazu bieten. Denn meiner Erfahrung nach sind mehrere Social-Media-Kanäle für Soziale Träger unverzichtbar.
Mehrere Social-Media-Kanaele

Der Hauptgrund für diese Aussage – und für das eingangs genannte Missverständnis in Sachen Social Media – liegt in der Betrachtung der Kanäle. Social Media können zwar Marketingkanäle sein, doch in ihrem Kern sind sie Kommunikationsplattformen. Plattformen und Netzwerke, in denen sich Menschen miteinander vernetzen und austauschen. Genau das ist auch mein Schwerpunkt, hier sollte der Fokus Sozialer Träger liegen.

Die Soziale Arbeit, ihre Einrichtungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind originär Expertinnen und Experten für Gespräche und Arbeit mit Menschen. Social Media bieten dafür die Plattform, technische und strukturelle Voraussetzung.

Was hat das mit meinem Apell für mehrere Social-Media-Kanäle zu tun?

Sprechen Sie mit Menschen – in ihrer Sprache und auf ihren Kanälen

Eines meiner Lieblingszitate – das ich auch in fast allen Vorträgen und Seminaren verwende – stammt von Kurt Tucholsky. Ich ergänze es gerne noch ein wenig, um es auf die moderne Kommunikation anzupassen. Das Zitat lautet:

Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen sprechen.

Heute ergänze ich: Und auf den Kanälen und Netzwerken, die von den Menschen genutzt werden. Denn genau darum geht es: Die relevanten Menschen in ihren bevorzugten Netzwerken zu erreichen. Dieser Ansatz bringt Arbeit mit sich – darauf gehe ich später noch ein – hat jedoch einige Vorteile:

Anders gesagt: Wenn Soziale Träger mit Menschen sprechen, ihre Themen ins Bewusstsein bringen und in Gespräche einsteigen wollen, müssen sie aus meiner Sicht zu den Menschen gehen. Online bedeutet das, die Social-Media-Kanäle – ganz bewusst Plural – zu nutzen, in denen die Menschen bereits sind.

Darüber hinaus gibt es jedoch auch einen kommunikationsstrategischen Grund, mehrere Kanäle zu nutzen. Wer sich auf einen einzigen Kanal beschränkt, macht sich damit abhängig von den Regeln eines bestimmten sozialen Netzwerks.

Wer als einzigen Kanal das eigene Blog wählt hat dieses Problem zwar nicht, doch dafür finden die Inhalte ihren Weg kaum zu potenziellen Lesern. Ein Blog das als Insel betrieben wird und keine sozialen Netzwerke für die Verbreitung von Artikeln nutzt, wird in der Regel recht einsam sein.

Bedeuten mehrere Kanäle auch mehr Arbeit?

Wenn sich Sozialarbeitende und Soziale Träger auf meine oben genannten Argumente einlassen kommt meist die Frage nach den Ressourcen. Schließlich hat ein Arbeitstag nur acht bis zehn Stunden – mehr geht leider auch, ich weiß – und die eigentliche Arbeit liegt oft nicht im Social-Media-Bereich. Kurz gesagt: Ja, mehrere Social-Media-Kanäle machen auch mehr Arbeit. Doch die lässt sich mit Planung und Struktur bewältigen.

Bevor ich auf die praktische Arbeit mit mehreren Social-Media-Kanälen eingehe, noch einige Worte zur Auswahl passender Kanäle. Diesen Aspekt behandle ich künftig noch in einem eigenen Artikel, doch hier die wichtigsten Punkte:

  1. Prüfen Sie zu Beginn, welche Kanäle und Netzwerke von den für Sie relevanten Menschen – Klienten, Multiplikatoren, Partner und anderen – genutzt werden. Das können Sie recht einfach tun – in dem Sie diese Menschen ganz direkt fragen. Wichtig: Fragen Sie nicht nur ab, welche Netzwerke am aktivsten genutzt werden. Fragen Sie bitte auch danach, auf welchen Kanälen die Menschen Themen Ihres Sozialen Trägers lesen und kommentieren würden. Das kann ein großer Unterschied sein. Mancher Kanal – beispielsweise Instagram – wird primär privat genutzt.
  2. Wenn Sie wissen, welche Social-Media-Kanäle infrage kommen, sollten Sie im zweiten Schritt prüfen, auf welchen Sie Ihre Themen am besten kommunizieren können. Hier geht es nicht nur darum, wo Ihre Themen am besten passen. Sie sollten auch die Frage stellen, wo Sie Themen mit überschaubarem Aufwand kommunizieren und aufbereiten können. Im Sozialbereich spielt auch die Affinität Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die verschiedenen Kanäle eine Rolle.
  3. Zu guter Letzt – wie gesagt, dazu kommt noch ein eigener Artikel – sollten Sie priorisieren, mit welchem Kanal Sie beginnen. Denn auch wenn ich empfehle, sich nicht nur auf einen Kanal festzulegen, ist mir klar, dass der Einstieg in einen neuen Social-Media-Kanal für die meisten Sozialen Träger eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Daher mein Tipp: Bauen Sie einen Kanal auf und gehen Sie den nächsten erst an, wenn der erste problemlos betreut und gepflegt wird.

Kommunikation auf mehreren Social-Media-Kanälen: Meine Praxistipps

Nutzen Sie bereits mehrere Social-Media-Kanäle oder wollen Sie das tun, gilt es, die Kommunikation effizient und realistisch zu gestalten. Das gelingt natürlich am einfachsten durch genug Personal. Wenn sich mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Kommunikation – on- wie offline – kümmern, profitiert die Kommunikation davon in der Regel. Grundsätzlich ist der Aufbau eines Social-Media- und Kommunikationsteams auch meine Empfehlung.

Die Realität sieht bei vielen Sozialen Trägern und Einrichtungen – zumindest zu Beginn – jedoch anders aus. Hier werden oft nur Halbtagesstellen geschaffen oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „dürfen“ Social Media zusätzlich zu ihrer eigentlichen Aufgabe übernehmen. Ein Zustand, der sich früher oder später ändern muss. Wer professionell kommunizieren will – und die entsprechende Wirkung erwartet – muss dafür meiner Meinung nach auch die entsprechenden Voraussetzungen schaffen.

Solange Sie sich jedoch als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter in einer solchen Lage befinden, hilft Ihnen mein Apell nicht weiter. Für Sie habe ich einige Praxistipps, die sich in den letzten Jahren in der Arbeit mit zahlreichen Sozialen Einrichtungen bewährt haben. Die Reihenfolge ist bewusst gewählt – ich baue den Einstieg für Teams meist so auf – kann jedoch flexibel gehandhabt werden. und natürlich ist nicht jeder Tipp für jede und jeden relevant.

Wenn Sie diese – oder einige – Tipps beherzigen, wird Ihnen die Kommunikation auf mehreren Social-Media-Kanälen leichter fallen. Natürlich ist es immer noch Arbeit, doch diese lässt sich dann in den Griff bekommen und effizient angehen.

Für Soziale Träger wiederhole abschließend meine Empfehlung: Sprechen Sie mit den für Sie relevanten Menschen über Ihre Themen. Und bitte tun Sie das in den Netzwerken und Social-Media-Kanälen, auf denen sich diese Menschen bereits bewegen und in denen Sie mit Ihnen und Ihren Themen zu tun haben wollen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für den Einstieg und die Kommunikation.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

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