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04.03.2015 Social Media für KMU Von: Daniela Sprung 10 Kommentare

Redaktionsplanung: Tipps und Muster für Blogger und KMU

Redaktionsplanung
Der folgende Artikel ist Teil einer monatlichen Kolumne von Daniela Sprung. Daniela gibt auf bloggerabc wertvolle Tipps und Hinweise für den Einstieg ins Bloggen. Ich freue mich sehr, sie an Bord zu haben.

Viele Blogs scheitern bereits innerhalb der ersten sechs Monate. Neben fehlender Strategie oder mangelndem Durchhaltevermögen gehört ein nicht vorhandener Themenplan zu den häufigsten Gründen, die ein Blog schon in den Anfängen eingehen lassen. Nicht ohne Grund beschreibt Jochen Mai in seinem Artikel “Content Marketing: Warum Sie einen Themenplan brauchen“ den Sinn eines solchen Plans.

In meinem letzten Beitrag habe ich dargestellt, welchen Vorteil ein Corporate Blog für Ihre Kommunikationsstrategie bietet. In diesem Zusammenhang ist die weitere strategische Planung Ihres Blogs mit der Nutzung eines Themen- und Redaktionsplans sowie eines möglichen Produktionsplans zu empfehlen. Fehlt dieser, dann fehlt auch die Basis eines Blogs.

Warum? Weil mit einem Themenplan die konkrete Umsetzung der eigenen Blog-Strategie erfolgt. Der Themenplan ist zunächst nur eine Sammlung von Ideen und – mehr oder weniger – konkreten Themen. Die Kür ist der Redaktionsplan. Er sorgt dafür, dass der Themenplan auch umgesetzt wird.

Um Ihnen hier eine Hilfestellung zu geben, finden Sie im Anschluss an diesen Beitrag einen Redaktionsplan zur freien Verwendung zum Download.

Redaktionsplan vs. Themenplan: Wo liegt der Unterschied?

Ein Themenplan nimmt die Ideen und konkrete Inhalte auf und richtet sich nach der eigenen Content-Strategie. Die Gestaltung erfolgt dabei in der Regel über zwei strategische Wege: Agenda Setting und Agenda Surfing. Agenda Setting bedeutet,  eigene Themen zu setzten,  während Agenda Surfing das Aufspringen beziehungsweise das „Surfen“ auf aktuelle Themen meint. Ein Beispiel:

Agenda Setting betreiben Sie, wenn Sie auf die Fragen Ihrer Kunden eingehen und diese in einem Artikel auf Ihrem Corporate Blog behandeln. Oder wenn Sie eine Fragestellung beziehungsweise ein Thema aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Agenda Surfing betreiben Sie, wenn Sie ein aktuelles Thema innerhalb Ihrer Branche aufgreifen und Ihre eigenen Thesen dazu einbringen. Babak Zand bringt dazu in seinem fantastischen Artikel „Corporate Blogging: Dazu brauchen Sie einen Themenplan“ mit Sixt ein sehr gutes Beispiel. Die Autovermietung greift regelmäßig aktuelle Themen auf, beispielsweise den Bahnstreik, und gestaltet damit ihre Werbung.

Sixt_kürt_Claus_Weselsky_zum_Mitarbeiter_des_Monats___Sixt_Mietwagen_Blog

Ein Themenplan bietet Ihnen eine Übersicht möglicher Inhalte und Formate für Ihre Kommunikationskanäle Corporate Blog und Social-Media-Plattformen. Dabei sollte aber auch Raum bleiben, um auf aktuelle Themen zu reagieren, die in Ihrer Community oder Branche diskutiert werden. Der Themenplan ist, wie bereits erwähnt, der Grundstock für Ihren Redaktionsplan und bietet eine langfristige Orientierung für Ihre redaktionelle Arbeit. Man kann auch sagen: Es ist Ihr roter Faden in Ihrer Kommunikation. Denn so können Themen plattformübergreifend und Ihrer Zielgruppe entsprechend aufbereitet veröffentlicht werden.

 

RedaktionsplanThemenplan
Festlegung der Personen: Wer macht was?Festlegung der Themen allgemein
Inhaltliche Festlegung: Welcher Inhalt wird veröffentlicht?Sortierung der Themen nach Schwerpunkten: Keywords, saisonaler Content, Themenbezogene Inhalte.
Festlegung der Kanäle: Wo werden die Inhalte veröffentlicht?Zwischendeadlines: Wann muss welcher Inhalt von wem vorliegen für Besprechungen, Lektorat und VeröffentlichungenKeine Festlegung der Kanäle.Keine zeitliche und personenbezogene Festlegung der Themen.
Finale Deadlines: Festlegung der zeitlichen Veröffentlichungen: Datum + Uhrzeit

 

Die zeitliche Festlegung der zuvor gesammelten Inhalte erfolgt im Redaktionsplan. Hier sollten wochen-, monats- und auch Jahresweise die Themen und ihre Veröffentlichung festgelegt werden. Diese kurz-, mittel,- und langfristige Planung ermöglicht Ihnen Planungssicherheit. Zudem gehen jährlich wiederkehrende Themen im Alltag nicht unter. Ein Beispiel ist Weihnachten, das den einen oder anderen ja doch jedes Jahr aufs Neue überrascht.

Erfolgt die redaktionelle Arbeit im Team, muss festgelegt werden, wer wann was und wo veröffentlicht, damit ein reibungsloser Ablauf garantiert ist. Dies gilt nicht nur für den Corporate Blog, sondern auch für Ihre Social-Media-Kanäle.

Die Umsetzung eines Redaktionsplans setzt also folgendes voraus:

 

Themen- und Redaktionsplan: Strukturierte Kommunikation

Grundsätzlich gilt, dass Sie bei jeglicher Veröffentlichung Ihre Zielgruppe im Blick haben sollten. Gehen Sie immer mit dem Gedanke an die Arbeit: „Für WEN schreibe beziehungsweise veröffentliche ich WAS?“. Dabei sollten in Ihrer Themenwahl immer eigene Inhalte an erster Stelle stehen (Agenda Setting) und nur dann sollte fremder Content aufgegriffen werden (Agenda Surfing), wenn diese zu Ihrer Marke und Ihrer Content-Strategie passt. Mehrwert und Nutzerrelevanz sind hier die Stichworte.

Vielleicht ist Ihnen in diesem Zusammenhang der Begriff „Content Curation“ schon einmal begegnet?

Content Curation bedeutet das Wiederverwerten von Inhalten anderer Quellen. Wikipedia definiert den Begriff sehr griffig, wie ich finde:

Content curation is the process of collecting, organizing and displaying information relevant to a particular topic or area of interest.

Konkret geht es um das Sammeln, Organisieren und Verarbeiten von Informationen zu einem Thema oder zu bestimmten Interessensbereichen. Das kann beispielsweise ein Text, eine Grafik, ein Podcast, ein Ebook oder ein Tweet sein, der für eine bestimmte Zielgruppe aufbereitet wird. Im Grunde ist jedes Teilen oder Verlinken einer Quelle bereits „Content Curation“. Ihr Vorteil: Sie verschaffen sich dadurch Bekanntheit.

Die Quelle erfährt im besten Fall von Ihren Verbreitung – garantiert, wenn Sie sie darauf verlinken – und wird sie im Auge behalten. Bei Ihrer jeweiligen Zielgruppe wächst Ihr Expertenstatus, da Sie relevante Inhalte verbreiten und sie darauf aufmerksam machen. Gleichzeitig stärken Sie damit Ihre Marke. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie stets die Nutzerrelevanz Ihrer Branche und Zielgruppe im Blick haben. Wählen Sie darum Ihre Quellen mit Bedacht und achten Sie auf Qualität.

Einen interessanten Artikel mit weiteren Tipps zum Thema „Content Curation“ hat Katharina Lewald geschrieben, der sehr lesenswert ist. Darin geht sie auf die wesentlichen Aspekte ein und gibt Tipps zur Anwendung.

Legen Sie Themen und Abläufe im Vorfeld fest. Damit erreichen Sie nicht nur Planungssicherheit, sondern erreichen auch eine gewisse Entspannung für sich selbst. Da die Inhalte im Vorfeld positioniert werden, haben Sie selbst Zeit, weitere Themen zu recherchieren und kurzfristig einzuplanen.

Gleichzeitig haben Sie so die Möglichkeit, anhand der Themen und Veröffentlichungszeiträume ein gezieltes Monitoring zu betreiben. Zuvor festgelegte Messgrößen (KPIs) wie die Reichweite, Besucherzeiträume und Seitenzugriffe können auf Grundlage eines Redaktionsplans sehr gut beobachtet werden. Die Ergebnisse solcher Beobachtungen und deren Auswertung dient Ihnen wiederum dazu, Ihre Inhalte weiter zu optimieren.

Ein Muster für einen Themen- und Redaktionsplan stelle ich Ihnen sowohl hier als auch auf meiner Seite bloggerabc.de kostenlos zum Download zur Verfügung. Dort erscheint mein Artikel zum Thema „Redaktionsplan“ inklusive des kostenlosen Freebies, des Redaktionsplans in der nächsten Woche.

Excel-SymbolDownload: Muster Redaktionsplan zur freien Verwendung

Für das Lektorat und Korrektorat verantwortlich: Edda Klepp aus Münster ist als freie Autorin für ihre Textwerkstatt Töfte Texte (www.toefte-texte.de) tätig. Sie arbeitet u.a. als Journalistin, Stückeschreiberin, Bloggerin und Online Marketerin für Privatpersonen und Unternehmen.


Bildnachweise, Sixtblog, bloomua by 123rf.com

Porträt Daniela Sprung

Daniela Sprung

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Daniela Sprung verbindet als Pressereferentin und Social Media Managerin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Social Media. Auf bloggerabc.de lebt sie ihre Leidenschaft fürs Bloggen aus und teilt wertvolle Tipps für Blogger und Blog-Interessierte. Sie beantwortet jederzeit Fragen rund ums Bloggen und unterstützt Dich gerne auf Deinem Weg zum eigenen Blog.

Kommentare zu diesem Artikel

[…] Sozial-PR: Redaktionsplanung: Tipps und Muster für Blogger und KMU […]

Redaktionsplan: Arbeitserleichterung für dein Blog  |   11. März 2015 um 06:04 Uhr

[…] für dich birgt also einige Vorteile, die dir deine Arbeit erleichtern. In meiner letzten Kolumne bei Christian Müller habe ich mich ausführlich mit dem Thema Redaktionsplan auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang […]

Alexa  |   7. April 2015 um 11:35 Uhr

Hallo Daniela,

ich stimme dir vollkommen zu, der Redaktions- sowie Themenplan, helfen einem selbst a) die Übersicht zu halten und b) einen Guide im Rahmen der eigenen Strategie zu entwickeln.

Ich nutze jeweils beide Instrumente für meinen eigenen Blog, um die Struktur zu behalten.
Gestern habe ich einen Artikel zu einem weiteren Instrument verfasst, dem Gedankenblasen-Modell.
–> http://bit.ly/1NXBRCk

Meiner Meinung nach hilft dieses Modell bei der Entwicklung eines Themenplans und dient als Vorbereitung für mögliche Ideen innerhalb des Redaktionsplanes.

Würde mich über ein Feedback freuen =)

Liebe Grüße
Alexa

Daniela Sprung  |   7. April 2015 um 17:09 Uhr

Hallo Alexa,
ich freue mich, dass dir der Artikel gefallen hat! Deinen Beitrag schaue ich mir gerne an.

Viele Grüße
Daniela

[…] Vorlage – Muster Redaktionsplan von sozial-pr.net […]

Die Social Web News der 10. Kalenderwoche  |   22. August 2015 um 14:54 Uhr

[…] gibt es auch einen exklusiv erstellten Redaktionsplan als Excel-Datei zum runterladen.   Redaktionsplanung: Tipps und Muster für Blogger und KMU […]

Nika  |   10. Mai 2016 um 13:18 Uhr

Hallo, danke für den Beitrag. Ich bin von Katharina Lewald (http://katharina-lewald.de/redaktionsplan/#comment-9674) weitergeleitet worden bzgl. des Downloads für den Redaktionsplan. Leider ist die Seite nicht mehr da. Das ist natürlich sehr schade 🙁
Hast du den Redaktionsplan herausgenommen, oder ist nur der Link defekt?
LG Nika

Christian Müller  |   11. Mai 2016 um 09:20 Uhr

Hallo Nika,

nein, rausgenommen habe ich ihn nicht, der Link ist beim Relaunch verschwunden. Korrigier ich am Wochenende. Danke dir für den Hinweis.

Gruß,
Christian

Jürgen  |   30. September 2016 um 16:14 Uhr

Hallo! Danke für den lehrreichen Beitrag. Leider lässt sich der Redaktionsplan nicht mehr herunterladen. Wäre toll, wenn ihr das korrigieren könntet. Danke, LG Jürgen

[…] Wenn du mehr über die Unterschiede zwischen Redaktionsplan und Themenplan erfahren möchtest, empfehle ich dir den Artikel von Daniela Sprung bei sozial-pr. […]

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