Unser Gehirn ist ein wirklich faszinierends Organ. Tausende Reize und Nervenimpulse werden in jeder Sekunde verarbeitet, Informationen gespeichert und Verknüpfungen hergestellt. Und ganz nebenbei koordiniert unsere Schaltzentrale auch das Zusammenspiel aller anderen Organe und Gliedmaßen. Bestimmt kennt Ihr zahlreiche Tipps und Übungen, mit denen Ihr Euer Hirn fit und leistungsfähig halten könnt. Doch auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift, vor allem im Hinblick auf die aufgenommene Informationsmenge. Verschiedene Studien zeigen: Wer zu viele Informationen – beispielsweise über Laptop, Smartphone oder Tablet – konsumiert und verarbeitet, schadet seiner Gesundheit damit nachhaltig. Onlineuniversities.com hat die Ergebnisse und die Auswirkungen einiger Studien zu diesem Thema in einer Infografik zusammengefasst.
Die wichtigsten Punkte:
- Durch eine Informationsüberflutung will das Gehirn ständig zwischen verschiedenen Inhalten wechseln. Darunter leidet die Konzentrationsfähigkeit massiv.
- Irgendwann kommt das Gehirn nicht mehr zur Ruhe, Erholung ist dann nur noch schwer möglich.
- Das Umschalten zwischen verschiedenen Themen und Kontexten fällt Euch zunehmend schwerer. Das Gehirn kann sich nicht mehr dauerhaft auf ein Thema konzentrieren und schafft den Wechsel daher nicht mehr in der nötigen Intensität.
“Einfach” abschalten
Das Gegenmittel ist theoretisch ganz einfach, doch die Umsetzung ist alles andere als leicht. Denn aktive Ruhezeiten lassen sich nicht per Rezept verschreiben und Entspannung auf Befehl – oder weil Ihr gerade Zeit dafür habt – funktioniert auch nicht.
Daher hier einige Tipps, wie Euch das Abschalten dennoch gelingt:
- Etabliert Rituale, haltet Euch feste Zeiten frei, in denen Ihr Ruhe und Entspannung sucht. Tragt diese Zeiten als feste Termine in Euren Kalender ein und verteidigt sie gegen andere Veranstaltungen und Anfragen.
- Beginnt mit Mediation. Das hat nichts mit esoterischer Weltanschauung oder so zu tun. Meditation ist einfach eine ganz bewusste Beschäftigung mit sich selbst und eine Zeit der Ruhe. Als Anfang reicht es völlig, einige Minuten dazusitzen oder zu liegen und mit geschlossenen Augen bewusst zu atmen. Später könnt Ihr dann auch zu speziellen Mediationsformen und -übungen übergehen.
- Sport – langsam und bewusst betrieben – kann ebenfalls entspannend sein. Lasst dabei bitte jeglichen Leistungsdruck aus dem Spiel.
- Schaltet Smartphone, Handy und Laptop bewusst einige Minuten – oder Stunden – aus und lest ein Buch oder hört Musik. Die Welt geht nicht unter, nur weil Ihr einige Zeit nicht erreichbar seid.
- Bestimmt feste Zeiten, in denen Ihr RSS-Reader und Artikel lest. Dienste wie Instapaper oder Read it later können Euch dabei helfen, diese Zeit ungestört mit lesen zu verbringen.
- Führt Tagebuch und schreibt dieses von Hand. So müsst Ihr Euch Zeit nehmen könnt nicht von eingehenden E-Mails oder Benachrichtigungen abgelenkt werden.
Zum Schluss kommt hier noch die Infografik von Onlineuniviersities.com.





