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08.03.2017 Kommunikation Von: Christian Müller 0 Kommentare

Sponsored Content funktioniert… wenn der Inhalt stimmt

Unter Sponsored Content versteht man Inhalte, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen erstellt und (meistens) auch von ihnen finanziert werden. Heute habe ich ein Praxisbeispiel das zeigt, dass Sponsored Content funktioniert.

Wenn von Sponsored Content die Rede ist, kommt oft auch der Begriff Native Advertising zur Sprache. Dabei geht es darum, werbliche Inhalte so aufzubereiten, dass sie wie normale Artikel oder Videos aussehen und – bis auf die in Deutschlang nötige Kennzeichnung – nicht von redaktionellen Angeboten zu unterscheiden sind.

Aus ethischer und moralischer Sicht werden solche Werbeformen heiß diskutiert. Doch bei allen Diskussionen: Fakt ist, dass es immer mehr Sponsored Content gibt. Auch bei so genannten Influencer Kampagnen – also Kooperationen mit reichweitenstarken Bloggern, Instagramern, YouTubern oder anderen – entsteht Sponsored Content.

Immer wieder dabei die Frage gestellt, ob Sponsored Content funktioniert, also für Unternehmen die gewünschte (Werbe)Wirkung erzielt. Meine Antwort: Ja, Sponsored Content funktioniert… wenn der Inhalt stimmt.

Casey Neistat und Samsung: Sponsored Content auf hohem Niveau

Für die Oskar-Nacht hat der in den USA sehr bekannte YouTuber Casey Neistat in Kooperation mit Samsung ein Werbevideo gedreht, dass sich gezielt an YouTuber und kreative Content-Ersteller richtet. Dieses Videos ist klar als Werbung gekennzeichnet und auch auf dem offiziellen Samsung Mobile USA YouTube-Kanal veröffentlicht worden.

Also kein Sponsored Content, sondern ganz normale – wenn auch hervorragend gemachte – Werbung. Mein Praxisbeispiel ist jedoch Casey Neistats aktuelle Video auf seinem eigenen YouTube-Kanal. Es trägt den Titel „Do what you can’t“.

Um das klar zu sagen: Ich finde das Video hervorragend. Es ist im typischen Casey-Neistat-Stil erstellt, spricht alle kreativen Videomacher und YouTuber an und motiviert dazu, selbst Videos zu drehen und dran zu bleiben. Auch ich selbst fühle mich dadurch angesprochen und bin begeistert.

Dennoch hatte ich schon beim ersten Anschauen ein komisches Gefühl, irgendetwas passte nicht. Die Auflösung kam im Abspann. Hier schreibt Casey Neistat:

Thank you Samsung for supporting the rest of us.

Nimmt dazu die Tatsache, dass der offizielle Werbespot für die Oskar-Nacht den Titel „Samsung Galaxy: The rest of us“ trägt, ist eines klar: Dieses Video ist Sponsored Content und in Kooperation mit Samsung entstanden.

Das wurde mir beim zweiten Anschauen auch klar. Denn mein komisches Gefühl hatte eine Grund: Immer wieder sind im Video Samsung Smartphones prominent erkennbar. Nicht zu auffällig, aber dennoch deutlich sichtbar.

Man könnte denken, Casey Neistats Zuschauer störten sich an der nicht klar gekennzeichneten Werbung. Doch weit gefehlt.

Zwar gibt es einzelne Kommentare unter dem Video, die es als Samsung Werbung bezeichnen. Doch der Mehrzahl der Zuschauer geht es wie mir: Sie finden das Video – das natürlich auch den Nerv der Kreativen trifft – einfach nur gut, loben es, bedanken sich und teilen das Video mit ihren Freunden und Fans.

Für mich zeigt das: Sponsored Content funktioniert…. wenn der Inhalt und der Absender stimmen.

Sponsored Content richtig einsetzen

Bevor ich aus dem Beispiel und aus meiner eigenen Arbeit Tipps ableite, ein wichtiger Hinweis: In Deutschland muss Sponsored Content klar erkennbar als solcher gekennzeichnet werden. Erst kürzlich gab es die erste Abmahnung – in diesem Fall ging es um ein Blog – für einen nicht gekennzeichneten gesponsorten Artikel.

Wenn Sie also die folgenden Tipps und Hinweise beherzigen und sich selbst an Kampagnen mit Sponsored Content machen, achten Sie bitte unbedingt auf die klare Kennzeichnung. Aus meiner Sicht ist das nicht nur eine rechtliche, sondern auch eine moralische Frage gegenüber Lesern und Zuschauern. Praxistipps zur Kennzeichnung hält Rechtsanwalt Thomas Schwenke parat.

Wollen Sie selbst für Ihre Soziale Einrichtung, NGO, KMU oder Start Up mit Sponsored Content arbeiten, empfehle ich die folgenden Schritte:

Es muss nicht immer ein Influencer vom Kaliber eines Casey Neistat oder das Budget von Samsung sein. Sponsored Content und Kooperation mit kreativen YouTubern, Bloggern, Instagrammern und anderen können auch auf deutlich kleinerem Level wirksam sein und Aufmerksamkeit bringen.

Wenn Sie sich klar als Partner positionieren, auf eine sichtbare Kennzeichnung achten, passende Themen und die richtigen Partner wählen, können Sie durch Sponsored Content Menschen erreichen, die Ihre Kanäle und Inhalte sonst nie gesehen hätten.

So erschließen sich neue Fans und Unterstützer, erreichen mehr potenzielle Kunden und können Ihre Sichtbarkeit deutlich steigern. Sponsored Content funktioniert… wenn sie ihn richtig einsetzen.

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Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

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