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Zitieren leicht gemacht – Ein Plädoyer für Literaturverwaltungsprogramme

Als Student oder Studentin schreiben Sie garantiert eine Vielzahl an Haus- und Studienarbeiten. Bei den meisten werden Sie Literatur und Zitat verwenden und müssen sich daher mit Literaturrecherche und Zitationsstillen quälen beschäftigen. Nach welchen Vorgaben Sie zitieren und Ihre Literatur angeben müssen, wird Ihnen meist von Ihrem Dozente oder Ihrem Institut vorgegeben. Doch die Umsetzung dieser Vorgaben ist komplett Ihre Sache und ich kennen fast keinen Studenten, der davon nicht schon genervt oder frustriert war. Ein Literaturverwaltungsprogramm kann Ihnen die Arbeit erleichtern.

“Nicht noch ein Programm! Da verliere ich doch mehr Zeit bei der Einarbeitung in die Software als ich später spare” – Wenn Ihre erste Reaktion so aussah, sind Sie damit nicht alleine. Leider erlebe ich noch viel zu häufig eine starke Zurückhaltung oder sogar Ablehnung gegen den Einsatz von Literatuverwaltungssoftware. Gut, für einen Studenten der mit Microsoft Word zu kämpfen hat und sich damit schwer tut, mag eine weitere Software tatsächlich eine große Hürde und Belastung sein. Doch das ist kein Argument gegen die Software. Es bedeutet viel mehr, dass der Student sich die Grundkenntisse – erst in Word und dann in der neuen Software – noch aneigenen muss.

 

Die Kosten-Nutzen-Rechnung geht auf

Dieser Zeit- und Arbeitseinsatz lohnt sich definitiv, denn Word, Open Office oder ähnliches wird der Student in seinem Studium und später im Beruf garantiert brauchen. In den technisch und naturwissenschaftlich orientierten Studiengängen kommt eher Latex zum Einsatz, doch auch dafür gibt es sehr gute Literaturverwaltungsprogramme. Diese Programme werden Sie in Ihrem gesamten Studium und oft auch darüber hinaus brauchen. Es lohnt sich daher, den Umgang damit ordentlich zu lernen – allein um sich selbst viel Frust zu ersparen.

Die Vorteile einer solchen Software sind vielfältig, hier eine Auswahl:

  • Sie haben einen zentralen Ort, an dem Sie Ihre Literatur und Notizen abspeichern.
  • Durch konsequente Nutzung entsteht so eine Datenbank, in der Sie nicht nur Quellen, sondern auch viele Gedanken und Zusatzinformationen abgelegt haben.
  • Sie trennen Literaturarbeit vom eigentlichen Schreiben. Davon profitieren oft beide Arbeitstschritte spürbar.
  • Da viele dieser Programme Schnittstellen für Onlinebibliothekskataloge haben, wird Ihnen die Literaturrecherche und das Eintragen der exakten bibliografischen Daten erleichtert oder abgenommen.
  • Fußnoten können – auch bei mehreren hundert Seiten – in wenigen Minuten im Nachhinein gesetzt werden. Beim Schreiben reichen Platzhalter völlig aus, so bleibt der Schreibfluss erhalten.
  • Sie haben ein Archiv Ihrer Literaturarbeit und Ihrer Quellen. Darauf können Sie auch bei späteren arbeiten zurückgreifen.
  • Sie können Literaturdaten mit Kommilitonen austauschen oder diese in Arbeitsgruppen einfacher nutzen.
  • Das Literaturverzeichnis wird per Mausklick erstellt.
  • Alle Fußnoten und die Einträge im Literaturverzeichnis entsprechen immer dem gewählten Zitationsstil. Handarbeit ist in den meisten Fällen nicht nötig.

Ich bin mir sicher, dass Sie nach einem kurzen Einsatz noch weitere Vorteile feststellen werden. Wer sich wirklich auf eine solche Software einlässt und diese konsequent benutzt, wird schon nach wenigen Tagen nicht mehr darauf verzichten wollen.

 

Testen Sie verschiedene Programme

Wie jedes andere Tool sollten Sie auch ein Literaturverwaltungsprogramm ausführlich testen, bevor Sie es in Ihren Workflow integrieren. Möglichkeiten gibt es genug, denn die meisten Programme sind – für den persönlichen Einsatz – kostenlos. Bei den kostenpflichtigen Programmen ist so gut wie immer eine Testversion verfügbar.

Eine Übersicht der verschiedenen Programme werde ich Ihnen in einem gesonderten Artikel in Kürze hier präsentieren. Für den Anfang gibt es Bookends, Literat, Bibtex (für Latex) und Synapsen. Das – meiner Meinung nach – beste Literaturverwaltungsprogramm ist Citavi, doch leider hat der Hersteller die Entwicklung für die Mac-Plattform eingestellt, bevor es ein lauffähiges Produkt gegeben hat.

Persönlich nutze ich Bookends, welches jedoch nur in Kombination mit dem Schreibprogramm Mellel sein volles Potenzial erreicht. Nutzen Sie selbst ein Literaturverwaltungsprogramm? Dann freue ich mich über Ihre Kommentare.

  1. filippieri Antworten
    Ich persönlich nutze zotero. Das funktioniert auch mit Mac perfekt. Zudem gibt es eine iPad-App (zotPad), mit dem man dann die gesammelte Literatur aufrufen und bspw. gespeicherte pdf's auch gerade lesen kann.
    • Christian Antworten
      Hallo Philip, danke dir für deinen Kommentar. Zotero hatte ich mir mal kurz angeschaut, jedoch nie produktiv genutzt. Hast du Lust, deine Erfahrungen mal in einem Gastbeitrag darzustellen? Gruß, Chhristian

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