• Snapchat-Symbol
  • Twitter-Symbol
  • Facebook-Symbol
  • Google+-Symbol
  • YouTube-Symbol
  • Soundcloud-Symbol
  • Xing-Symbol
  • LinkedIn-Symbol
  • Skype-Symbol
  • RSS-Symbol
21.01.2013 Kommunikation Von: Christian Müller 0 Kommentare

Blickwinkel: Warum Öffentlichkeitsarbeiter ab und an zu Fans werden müssen

FrauOptimismusOKStrategien, Kampagnen, Marktanalysen, Monitoring, Umfragen – Öffentlichkeitsarbeiter verfügen heutzutage über ein breites Sortiment an Methoden und Werkzeugen. Mit den verschiedensten Techniken werden so Zielgruppen und Interessen bestimmt, potentielle Reichweite ermittelt und die Wirkung von Themen vorhergesagt. Das ist alles wichtig und notwendig, doch manchmal gewinne ich den Eindruck, dass bei all dem technisch-methodischen Vorgehen die Perspektive der Fans völlig vergessen wird. Wirklich ungewöhnlich oder überraschend ist das meiner Meinung nach nicht, denn wie jede andere Profession neigen auch Kommunikationsprofis hin und wieder dazu, einen Tunnelblick zu entwickeln und die Realität außerhalb ihres professionellen Raumes nicht mehr so ganz wahrzunehmen.

Dagegen gibt es jedoch eine einfache, wenn auch nicht ganz leicht anzuwendende Methode: Öffentlichkeitsarbeiter müssen ab und an zu Fans werden und ihre eigene Arbeit aus dem Blickwinkel ihrer Kunden und Zielgruppe betrachten.

Neue Blickwinkel – besser als manche Analyse

Wenn ich diesen Vorschlag bei einem Kunden mache, bekomme ich in der Regel die Antwort: “Aber wir führen doch schon Umfragen durch und analysieren die Bedürfnisse unserer Kunden.” Klar, das ist wichtig, doch davon spreche ich nicht. Mir geht es darum, dass Öffentlichkeitsarbeiter und professionelle Kommunikatoren innerlich ganz bewusst einen Schritt zurückgehen und versuchen, ihre eigene Arbeit möglichst neutral aus Sicht eines Fans zu betrachten.

Diese innerliche Distanz zu schaffen ist – das weiß ich aus eigener Erfahrung – nicht leicht, oft sogar wirklich schwer. Doch um die Wirkung der Kommunikation möglichst realistisch aus dem Blickwinkel eines Fans zu sehen, ist genau diese Distanz absolut notwendig. Dabei können natürlich auch Gespräche mit Menschen aus völlig anderen Branchen, die mit dem eigenen Unternehmen nichts zu tun haben, helfen. Das können Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder sein, die Feedback zur Wirkung der Kampagnen und Kommunikationsstrategie geben. Wichtig: Dieses Feedback muss ehrlich und ungeschminkt gegeben werden. Weichgespülte Formulierungen helfen absolut nicht.

Nutzen für Social Media, PR und alle anderen Kanäle

Aufmerksame Leser haben gemerkt, dass ich im Text bisher immer von Öffentlichkeitsarbeitern und nicht von bestimmten Kommunikationskanälen oder -disziplinen gesprochen habe. Der Grund ist einfach: Ein Perspektivwechsel ist in allen Kommunikationsbereichen immer wieder angesagt. Der Kanal spielt hier nur insofern eine Rolle, dass es bei manchen Medien schwerer fallen kann, eine halbwegs neutrale Position einzunehmen, als bei anderen. Am zugrunde liegenden Prinzip ändert sich jedoch nichts.

Zum Schluss eine Frage an alle Öffentlichkeitsarbeiter:

Wann habt ihr Eure Arbeit das letzte Mal durch die Augen eines Fans gesehen?

Porträt Christian Müller

Christian Müller

Twitter-Symbol Facebook-Symbol YouTube-Symbol Soundcloud-Symbol Xing-Symbol LinkedIn-Symbol Skype-Symbol

Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Einen Kommentar schreiben

* Pflichtfeld / ** Wird nicht veröffentlicht!

 
Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden.
Mehr dazu finden Sie in der Datenschutzerklärung. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an cm@sozial-pr.net widerrufen.
 
Navigation