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20.11.2014 Authentisch bloggen Von: Kerstin Schüürmann 2 Kommentare

Bloggen für PRler: Basics SEO optimierter Artikel

Titelbild_Basics_SEO_ArtikelKnackige Überschriften, die wichtigsten Fakten zu Textbeginn, übersichtliche Gliederung mit Zwischenüberschriften: Für PRler mit jahrelanger Erfahrung im Pressemitteilungen schreiben, gehören diese Elemente zu einem guten Text dazu. Auch Blogbeiträge macht dieser Aufbau lesefreundlicher.

Neu berücksichtigen müssen PRler beim Bloggen die Suchmaschinen. Agierend im Hintergrund sorgen diese dafür, dass die Texte in der weitläufigen Onlinewelt überhaupt gefunden werden. Um einen der begehrten vordersten Plätze von Google & Co zu ergattern, sind daher die passenden Begriffe im Text und einige weitere Formatierungsfeinheiten gefragt, die die Suchmaschinen leicht erfassen können. Der heutige Teil meiner Serie „Bloggen für PRler“ liefert daher einige Grundlagen für suchmaschinenoptimiertes Schreiben.

Sichtbarkeit und Lesernutzen im Netz

Wer online schreibt steht anderen Herausforderungen gegenüber als im klassischen Printbereich. Es gilt nicht in erster Linie den Journalisten zu überzeugen, sondern mit seinem Text die Bedürfnisse des Lesers zu stillen. Statt „Wie komme ich am besten in die Presse?“ heißt es jetzt „Wie werde ich am besten gefunden?“. Es reicht also nicht den Text einfach nur online zu stellen, er muss dem Leser konkreten Nutzen bieten. Sonst wird er weder vom Leser gesucht, noch von den Suchmaschinen als wichtig eingestuft.

Auf zwei Bereiche sollten ehemalige Print-Schreiber beim Bloggen besonders ihr Augenmerk legen:

1. Die Bedürfnisse des Lesers und sein Online-Leseverhalten
2. Die Suchmaschinen und ihre Auswahlkriterien

Luca Bertolli /123rf.com Im Internet werden wir alle zu Egoisten. Kaum ein Text erhält eine Chance, weil er gerade auf einer bestimmten Internetseite ist und wir generell zu dem Thema informiert sein möchten. Nein, als Leser suchen wir im Internet gezielt nach der Lösung einer Frage, eines Problems. Ob passende Schuhe, das schönste Reiseziel oder Hilfe bei der Steuererklärung: Mit gezielten Begriffen suchen wir uns genau das Ergebnis, das unsere Frage bestmöglich beantwortet.

Anschließend lesen wir den Text nicht wie einen klassischen Zeitungsartikel von Anfang bis Ende, sondern scannen ihn: Wir überfliegen Überschriften, Zwischenüberschriften, Absatzanfänge, Aufzählungen und prüfen dabei, ob der Text unsere Frage beantwortet und es sich lohnt, den Text komplett zu lesen.


Suchmaschinen: Auswahlkriterien und Arbeitsweisen

Nicht nur die Bedürfnisse der Leser, auch die Funktionsweise und Vorlieben der Suchmaschinen sollten Blogger kennen, damit ihre Texte gut gefunden werden im Netz. Wie also arbeiten Suchmaschinen? Welche Besonderheiten sind zu beachten?

Suchmaschinen analysieren einen Blog indem sie die dort geschriebenen Wörter algorithmisch auswerten. Dafür verwendet Google beispielsweise laut der Kollegen von t3n über 200 Kriterien.

Google & Co. sind Maschinen, menschliche Interpretationsfähigkeit fehlt ihnen. Daher finden sie nur, was auch auf der Website geschrieben steht. Die Suchmaschinen können also dem User nur passende Inhalte zu seinen Suchbegriffen liefern, wenn diese Inhalte und Begriffe auch auf dem Blog zu finden sind. Metaphern sind hier fehl am Platz.

Tipps für lesefreundliche und suchmaschinenoptimierte Texte

1. Die Zielgruppe gründlich analysieren

Welche Probleme/Fragen haben meine Leser? Wie kann ich ihnen helfen? Welche Themen interessieren sie? Wie kann ich ihnen Mehrwert bieten? Der Journalist, der die Inhalte passgenau für seine Leser aufbereitet fällt weg, gleichzeitig kommt die unendliche Welt des Internets hinzu und damit große Konkurrenz. Wollen wir, dass unsere Texte gelesen werden, müssen wir dem Leser die Lösung für sein Problem liefern.

2. Den Text klar strukturieren

Da die Aufmerksamkeitsspanne im Netz begrenzt ist, müssen unsere Texte auf den ersten Blick schnell erfasst werden können. Eine gute Gliederung ist dabei das A und O. Neben Zwischenüberschriften sollten PRler besonders auf kurze Absätze achten. Die sind online einfach besser lesbar. Auch Fettungen, Aufzählungen und Tabellen, in der Pressemitteilung eher unüblich, helfen den Text gut zu strukturieren. Bei der inhaltlichen Gewichtung haltet ihr es am besten wie bei einer Pressemitteilung: Das wichtigste kommt in den ersten Absatz. Dieses Prinzip wendet auch Google bei der Analyse an.

3. Schlüsselbegriffe verwenden

http://moz.com/blog/on-page-topic-seoZentral steht bei der Texterstellung: Wonach sucht der Leser? Welche Begriffe gibt er ein, um eine Lösung für seine Frage im Netz zu finden? Diese Begriffe müssen auch an zentralen Stellen vorkommen und am besten über den ganzen Text verteilt werden, wie die Grafik vom Moz Blog verdeutlicht. Für die Suche nach den passenden Keywords empfiehlt Jörg Hoewner von der Agentur K12 zwei Maßnahmen:


4. Synonyme maßvoll einsetzen

Um möglichst viele vorkommende Begriffe und Begriffskombinationen zu einem Thema abzudecken, solltet ihr verwandte Begriffe zu euerm Schlüsselbegriff verwenden. Bei der Suche nach diesen Begriffen hilft euch Openthesaurus. Aber Vorsicht: Die Kollegen von t3n warnen, dass zu viele Synonyme das Ranking bei Google verschlechtern können. Wie immer gilt es, Balance zu halten. Nicht zu viele Keyword-Wiederholungen, da dies als Manipulation gesehen werden kann. Aber auch nicht zu viele Synonyme, da es dann für den Leser und Google schwierig wird zu erfassen, worum es im Text schwerpunktmäßig geht.

5. Sich klar ausdrücken

Kunstvolle Einstiege, Ironie und blumige Metaphern haben in Blogbeiträgen nichts verloren. Denn das Prinzip Leseanreiz, das in Printbeiträgen funktioniert, kann im Netz eher Missverständnisse auslösen – sowohl beim Leser wie bei der Suchmaschine. Denn wer bei Google Nagel eingibt, sucht genau danach und möchte nicht wissen, welche Partei mit welcher Forderung den Nagel auf den Kopf trifft. Nennt die Dinge beim Namen, auch bei der Weiterverlinkung. Statt „Hier klicken!“ also „Tipps für die Bloggestaltung“.

6. Für den Leser schreiben

Der wichtigste Tipp überhaupt: Vergesst bei all den Formatierungs-, Struktur- und Schlüsselworthinweisen, die ich euch hier gebe, eure Leser nicht. Denn wer seinen Text mit zu vielen Fettungen, Links, Tabellen, Aufzählungen und Keyword-Wiederholungen suchmaschinenmäßig überformatiert, sorgt in erster Linie für Verwirrung. Folge: Der Besucher klickt genervt weg. Dieses Nutzerverhalten registrieren Google & Co. direkt: Sowohl Empfehlungen über soziale Netzwerke als auch das Klick- und Surfverhalten wirken sich auf die Eingruppierung des Beitrags in den Suchmaschinen aus.

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Bildnachweis: Luca Bertolli/123rf.com

Porträt Kerstin Schüürmann

Kerstin Schüürmann

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Kerstin Schüürmann ist Mentee bei sozial-pr. Nach mehrjähriger Tätigkeit in verschiedenen PR-Agenturen will sie im Mentoring tiefer in die Social Media Welt eintauchen. Dabei interessiert sie besonders die Möglichkeiten der PR durch den digitalen Wandel.

Kommentare zu diesem Artikel

Jan Pötzscher  |   20. November 2014 um 10:09 Uhr

vielen Dank für die Verlinkung auf meinen Beitrag.

[…] Journalismus und Soziale Arbeit sprechen unterschiedliche Sprachen, meint die Studentin. Der Weg zu einer gelingenden Zusammenarbeit liegt darin, die „andere Sprache“, die andere Denklogik zu verstehen. Sozialarbeitenden gehe in der Berichterstattung oft die Komplexität eines Themas verloren – jedoch müssten Themen kompakt präsentiert werden, um für die Öffentlichkeit ansprechend und verständlich zu sein. […]

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