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10.07.2013 Allgemein Von: Christian Müller 4 Kommentare

Einfach gehen: Ruhepol, Bildungszeit und Burnout-Prävention

Gehen RuhepunktOft werde ich in Coachings, privaten Gesprächen, E-Mails und Workshops gefragt, wie Führungskräfte und Kommunikatoren zur Ruhe kommen können. Die Frage ist mehr als nachvollziehbar, denn die tägliche Aufnahme, Filterung und Bearbeitung von hunderten Informationen und Artikeln hinterlässt bei vielen Menschen deutliche Spuren. Diese reichen von fast schon chronischem Dauerstress über Schlafschwierigkeiten bis hin zu körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen und Magenproblemen.

Meine Antwort auf diese Frage ist meist so einfach, dass ich dafür oft erstaunte und skeptische Blicke ernte. Sie lautet: „Gehen Sie einfach los.“ Gut, das ist natürlich nur der Einstieg und nicht die vollständige Antwort, doch die Aufmerksamkeit ist mir damit sicher. Und drückt – bei aller Einfachheit – doch schon die Essenz meiner Methode aus.

Gehen als Weg zur Veränderung

Denn Gehen, diese einfache, alltägliche und oft beiläufig ausgeführte Tätigkeit, kann eine fast schon therapeutische Wirkung entfalten. Beispiele dafür gibt es viele. Seien es wichtige Personen in der Bibel, gestresste Manager und Geschäftsleute – beispielsweise im Buch „Speed: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ – oder Pilger, sie alle nutzen den Prozess des Gehens und seine Wirkung, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen und neue Wege zu gehen.

Eines der berühmtesten Beispiele ist der bekannte Schriftsteller Paulo Coelho, der seine Erfahrungen in sein Buch „Auf dem Jakobsweg“ einfließen ließ – ein Muster, dem auch Hape Kerkeling mit seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ gefolgt ist. In allen Geschichten langer Wanderungen oder Spaziergänge finden die Hauptpersonen Ruhe, stellen sich lange verdrängten oder aufgeschobenen Fragen und entwickeln sich weiter.

Was kann Gehen also leisten? Eine ganze Menge. Die folgenden Punkte basieren auf meiner eigenen Erfahrung und dem Feedback zahlreicher Coachees. Gehen kann…

Klingt zu gut um wahr zu sein? Ist es nicht – doch ganz ohne Haken ist die Sache natürlich auch nicht. Etwas Zeit und Energie müsst ihr dafür schon investieren.

Wirkung durch Konsequenz

Denn eine entscheidende Voraussetzung für diese positiven Wirkungen gibt es: Ihr müsst regelmäßig und konsequent – idealerweise täglich – mindestens 30, besser noch 60 Minuten ganz bewusst gehen. In dieser Zeit sollte Euer Mobiltelefon am besten ausgeschaltet sein und auch E-Mails sollten ihren Weg nicht zu Euch finden.

Durch eine solche bewusste Gehzeit könnt ihr die Erholungs- und Fitness-Effekte des Gehens nutzen. Um die persönliche Entwicklung und Bildung voranzubringen fehlt jedoch noch eine Komponente: Podcasts oder Hörbücher. Wenn ich gehe – in der Regel täglich 40 bis 60 Minuten – höre ich meist mein aktuelles Hörbuch weiter.

Auf diese Art und Weise schaffe ich pro Monat ein bis zwei Hörbücher ohne Probleme. Oft handelt es sich dabei um Fachbücher oder inspirierende Literatur, die mich auf neue Ideen bringt und meine Kreativität beflügelt. Viele meiner Themen für Videos, Podcasts und Artikel entstehen bei diesen langen Gehzeiten, in denen Geist und Fantasie sich frei bewegen können, während die Beine ganz automatisch ihren Weg finden. Neu ist diese Idee natürlich nicht, auch der US-amerikanische Trainer und Coach Elliot Hulse propagiert tägliches Gehen als Fitness- und Bildungszeit, hier ein Video dazu:

Fangt einfach an

Natürlich kommt dann oft das „Argument“: „So viel Zeit habe ich nicht, das ist völlig unmöglich.“ Subjektiv mag das Argument gültig sein, doch objektiv gibt es bei fast jedem Menschen so einige Möglichkeiten. Hier einige Anregungen, mit denen ihr Euch die Zeit für tägliches Gehen nehmen könnt:

Bleibt mir nur die Aufforderung: Geht los, es lohnt sich.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

Georg  |   11. Juli 2013 um 08:15 Uhr

Vielen Dank für das Plädoyer für das Gehen. Nach mehreren Versuchen mit Laufen (da ist der Einstieg ab einem gewissen Alter eine echte Herausforderung und man muss sich jedesmal umziehen) und Fitnessstudio (die Schwelle zum Aufbruch ist hoch) komme ich immer wieder auf meine Spaziergänge zurück. Das lässt unabhängig von Kleidung, Ort und Zeit immer einrichten und hilft gegen Verspannungen im Kopf und Rücken. Nur hören möchte ich dabei nichts. der Reiz liegt für gerade darin,,den Gedanken freien Lauf zu lassen und den Kopf frei zu bekommen. Nebenbei ergeben sich dabei oft Lösungen
Mfg
Georg

Christian  |   11. Juli 2013 um 08:21 Uhr

Hallo Georg,

danke dir für deinen Kommentar und deine Erfahrungen. Ja, manchmal kann Stille und Zeit zum nachdenken echt wichtig sein. dann höre ich beim Gehen auch nichts und genieße einfach die Möglichkeit, die Gedanken schweifen zu lassen.

Gruß,
Christian

Michael Lindner  |   26. Juli 2013 um 18:26 Uhr

Danke für den schönen Artikel!

Für mich gehört auch seit vielen Jahren der tägliche Gang dazu, und sei es nur mal um den Block. Abschalten können ist aber so eine Sache, mir fiel das von Zeit zu Zeit ziemlich schwer, auch beim Gehen oder Joggen. Das hat sich für mich grundlegend erst durch regelmäßige Meditation geändert, das ist am Anfang auch eine Herausforderung, aber sehr effektive um Distanz zum täglichen Geschäft zu bekommen.

Liebe Grüße, Michael Lindner

Christian  |   26. Juli 2013 um 19:44 Uhr

Hallo Michael,

danke für deinen Erfahrungsbericht. Ja, Meditation kann beim abschalten enorm helfen. Hier gilt meiner Erfahrung nach jedoch ganz besonders, dass sich der Effekt erst mit konstanter und regelmäßiger Übung einstellt. Dann ist Meditation jedoch ein wichtige Säule aktiver Entspannung.

Meditierst du nach einer bestimmten Schule oder Methode?

Gruß,
Christian

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