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27.11.2012 Studium Von: Christian Müller

Freiberuf oder Arbeitsvertrag: Eine Entscheidungshilfe für Studenten

Vor wenigen Jahren schien der Weg noch vorgezeichnet: Auf das Studium folgte in der Regel eine Festanstellung. Sicher gab es Ausnahmen, doch die Zahl der Studenten, die sich nach dem Abschluss als Freiberufler versuchten, war verschwindend gering. Das hat sich jedoch nachhaltig geändert. Angesichts großer Entlassungswellen und Insolvenzen von Traditionsmarken realisieren immer mehr Menschen, dass die einst sicher geglaubten Arbeitsplätze so sicher gar nicht sind. Gleichzeitig sind – unter anderem im Zusammenhang mit den Social Media – zahlreiche neue Berufe und Arbeitsfelder entstanden, in denen Studenten als Freiberufler aktiv werden können. Die Frage, ob nach dem Studium eine klassische Arbeitsstelle oder der Sprung in die Selbstständigkeit folgen soll, ist daher gar nicht mehr so leicht zu beantworten.

Festanstellung: Sicher und planbar?

Ein Arbeitsvertrag ist für viele Menschen – Studenten eingeschlossen – nach wie vor das Synonym für Sicherheit, geregelte Strukturen und Planbarkeit. Das ist bis zu einem gewissen Grad zwar richtig, doch in den letzten Jahren hat sich hier einiges geändert. Die meisten Arbeitsverträge – insbesondere bei Berufsanfängern – sind auf ein, maximal zwei Jahre befristet, auch sechs Monate sind keine Seltenheit. Und Kündigungen in der Probezeit – auch wenige Tage vor deren Ende – sind inzwischen leider Gang und Gäbe mehr.

Wer jedoch Wert auf einen geregelten Arbeitsablauf und eine gesicherte Bezahlung legt, ist mit einem Arbeitsvertrag bei einem seriösen Unternehmen gut bedient. Klar ist jedoch: In einem Unternehmen seid ihr Teil einer größeren Struktur und daher an Unternehmensrichtlinien und -vorgaben gebunden. Für manche ist das wichtig, um in Ruhe und geordnet arbeiten zu können.

Selbstständigkeit: Frei aber unsicher?

Wer sich in Unternehmensstrukturen jedoch eingeengt und unwohl fühlt, ist mit der Arbeit als Freiberufler oder Selbstständiger vielleicht besser bedient. Hier gilt jedoch: Frei von Strukturen, Vorgaben und Zwängen ist auch diese Arbeitsweise nicht. Selbständige und Freiberufler müssen sich nach den Wünschen ihrer Kunden richten und sich an deren Vorgaben halten. Je nach Auftragslage kann das sogar mehr Einschränkungen mit sich bringen, als die Arbeit in einem Unternehmen. Dazu kommt natürlich eine gewisse Unsicherheit, da die finanzielle Situation nicht nur von der Auftragslage, sondern auch von der Zahlungsmoral der Kunden abhängt – ein definitiv nicht zu unterschätzender Faktor.

Dennoch kann die Arbeit als Selbstständiger erfüllend und deutlich flexibler sein, als es in einem Unternehmen möglich ist. Das – für mich – wichtigste Argument: Als Freiberufler könnt ihr Euch auch neue Arbeitsfelder erschließen und Euch selbst viel flexibler und freier weiterentwickeln, als das in einem Unternehmen der Fall ist. Mit der Unsicherheit und den Risiken müsst ihr dann allerdings leben.

Fazit

Schlussendlich ist die Entscheidung zwischen Festanstellung und Freiberuf eine ganz persönliche und individuelle Angelegenheit, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen. Meine Empfehlung: Schaut Euch beide Optionen an, prüft, welche Möglichkeiten ihr habt und was für Euch realistisch machbar ist. Ein Tipp zum Schluss: Was immer ihr wählt, folgt dabei Eurem Gefühl und Eurer Leidenschaft.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

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