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13.02.2014 Tools und Technik Von: Christian Müller 0 Kommentare

Gnade! 12 Wege, einen Videografen in den Wahnsinn zu treiben

VerzweiflungPanikIn den letzten Tagen flog ein richtig alter, jedoch auch wirklich guter Artikel immer wieder durch mein Netzwerk: 8 Wege, einen Grafikdesigner in den Wahnsinn zu treiben. Bei der Lektüre habe ich mich jedes Mal köstlich amüsiert, daher kann ich Euch den Artikel nur empfehlen. Gut, am Arbeitsplatz oder in der Bahn könntet ihr aufgrund Eures lauten Lachens einige komische Blicke ernten, doch da müsst ihr dann durch. Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.

Doch so gut ich mich auch unterhalten fühlte, hat mich der Artikel doch auch zum Nachdenken gebracht. Daher präsentiere ich Euch heute 12 Wege, einen Videografen in den Wahnsinn zu treiben. Ähnlichkeiten mit realen Situationen sind natürlich rein zufällig und ein ganz klein wenig Humor solltet ihr zum Lesen mitnehmen. Viel Spaß dabei!

1. Schreibt das Drehbuch selbst

Ein relativ großer Teil der Zeit und Kosten eines Videoprojekts entfallen auf die Entwicklung des Konzepts und des Drehbuchs. Da könnt ihr massiv sparen! Schreibt den ersten Entwurf des Drehbuchs einfach selbst und lasst Euch auf keinen Fall durch den verzweifelten Blick des Videografen erweichen. Das ist alles nur Masche.

2. Gebt den Zeitrahmen vor

Die meisten Videografen werden Euch erst nach den ersten Gesprächen einen groben Zeitrahmen nennen. Macht das Spiel nicht mit! Nagelt ihn von Anfang an auf ein fixes Datum fest, je eher desto besser. Das Gerede von unvorhersehbaren Problemen, Zeitpuffer und möglichen Hindernissen dient nur der natürlich Faulheit des Videografen.

3. Besteht auf eigener Mitarbeit

Viele Videografen rücken für Dreharbeiten mit einem Team an und werden sogar für die Nachbearbeitung mehrere Mitarbeiter einsetzen. Den Aufwand könnt ihr reduzieren – und ganz nebenbei viel Geld sparen – wenn ihr darauf besteht, dass Eure Mitarbeiter den Videografen unterstützen. Dann braucht er sein Team gar nicht erst zu aktivieren und Eure Leute können das mindestens genau so gut. Ist ja nicht schwer.

4. Sucht die Drehorte selbst aus

Videografen erzählen Euch gerne irgendwas von “Location Scouting” und können sich in stundenlangen Tiraden über die Bedeutung des richtigen Drehortes und Hintergrundes verlieren. Aber das ist alles nur Geschwätz, tatsächlich wollen sie sich nur auf Eure Kosten einen faulen Lenz machen. Wirkt diesem Risiko entgegen, indem ihr die Drehorte einfach selbst auswählt und dem Videografen vorgebt. Ihr werdet sehen, der wird ganz schnell ruhig.

5. Stellt das Equipment

Gut, dass es für die Videoproduktion eine Kamera und etwas Equipment braucht, ist nachvollziehbar. Doch das Equipment der meisten Videografen ist doch nun wirklich Overkill, wozu braucht man denn bitte verschiedene Leuchten und mehrere Mikrofone? Genau, alles überflüssige Showeffekte. Drückt dem Videografen einfach Eure Firmenkamera in die Hand – eine Point-and-Shoot reicht völlig – und schickt ihn damit los. Wenn er sein Handwerk versteht, kommt er damit schon klar.

6. Bestimmt die Darsteller und Teilnehmer

Euer Video, Eure Regeln. Nirgends könnt ihr diesen Grundsatz besser durchsetzen, als bei der Auswahl der Darsteller und teilnehmenden Mitarbeiter. Konzentriert Euch dabei ganz auf die Funktion der Mitarbeiter im Unternehmen, Kompetenz, Wirkung, Auftreten oder rhetorische Fähigkeiten könnt ihr getrost ignorieren. Dass ihr die Einwände des Videografen beiseite wischt, versteht sich von selbst.

7. Erstellt den Schnittplan selbst

Nach den Dreharbeiten beginnt ein großer Teil der eigentlichen Arbeit. Den Schnittprozess können ihr jedoch deutlich beschleunigen, wenn ihr den Schnittplan schon mal vorbereitet und dem Videografen und seinem Team damit viel Arbeit abnehmt. Wenn er Euch mit “kreativer Freiheit” kommt oder etwas von einem Workflow faselt, erinnert ihn mal daran, wer ihn gerade bezahlt.

8. Gebt Stilelemente und Optik vor

Wie bei anderen Arbeiten auch, müssten sich Videografen doch freuen, wenn ihr klare Vorgaben macht, oder? Was liegt also näher, als wichtige Stilelemente, Übergänge und andere optische Elemente vorzugeben? Als Beispiele könnt ihr dafür ruhig aktuelle Kinofilme nehmen – die kennt der Videograf wenigstens.

9. Verlegt die Deadline vor

Wie alle Kreativen sind Videografen von Haus aus sehr anfällig für Prokrastination und verfügen über ein erstaunliches Maß an angeborener Faulheit. Ihre Zeitschätzungen sind daher grundsätzlich zu unrealistisch und können problemlos gekürzt werden. Tut Euch keinen Zwang an und verlegt die Deadline für die Abgabe einfach mal eine Woche – gerne auch mehr – vor. Natürlich ohne Ankündigung.

10. Beschwert Euch über den unscharfen Hintergrund

Ja ja, manche Menschen finden diesen Cinematiklook toll. Doch ganz ehrlich, da sieht man ja gar nichts von Eurem tollen Büro oder Eurem Werksgelände, wenn der Hintergrund unscharf ist. Lasst Euch nicht durch die gängige Ausrede namens Bokeh oder Stil aus dem Konzept bringen. Das ist eine beliebte Ausrede von Videografen. Besteht auf durchgängig scharfen Bildern – natürlich erst nach der Aufnahme, das kann er ja nacharbeiten.

11. Verlangt eine .wmv Datei

Ihr wollt wissen, ob Euer Videograf wirklich was drauf hat und kompetent ist? Dann verlangt eine .wmv Datei als Endergebnis. Wenn er dabei bleich wird, Atemnot bekommt und Euch mit brüchiger Stimme irgendwas von Qualität, Webkompatibilität und gängigen Formaten erzählt, wisst ihr, dass er nicht wirklich gut ist.

12. Fordert die Projektdateien ein

Zum Abschluss solltet ihr natürlich die gesamten Projektdaten einfordern, immerhin habt ihr für das Video und Projekt bezahlt, da stehen Euch diese Dateien doch wohl zu? Natürlich sollte ihr dann auch darauf bestehen, dass ihr diese Dateien mit dem Windows Movie Maker weiter bearbeiten könnt. Es kann ja wohl nicht angehen, dass ihr Euch dafür extra Software – vielleicht sogar von Adobe oder Apple – kaufen müsst. Das muss ein kundenfreundlicher Videograf schon hinbekommen.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

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