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27.07.2015 Öffentlichkeitsarbeit für soziale Einrichtungen, Social Media für KMU Von: Christian Müller 11 Kommentare

Google+: Gelassenheit statt voreiliger Schlüsse #Kommentar

Google hat heute Änderungen bekannt gegeben, die Google+ betreffen. Stammleser und Social Media affine Leser wissen, dass bereits dieser Satz die Garantie für eine neue Welle von Google+-ist-tot-und-war-es-schon-immer-Artikel ist.

Doch diese spekulieren lediglich – und werden größtenteils überzogen sein. Das lässt sich bereits an der offiziellen Aussage von Google festmachen. Diese liest sich im offiziellen Google Blog nämlich erstaunlich unspektakulär:

So in the coming months, a Google Account will be all you’ll need to share content, communicate with contacts, create a YouTube channel and more, all across Google. YouTube will be one of the first products to make this change, and you can learn more on their blog.

Im offiziellen Youtube Blog klingt die relevante Passage dann so:

In the coming weeks, YouTube will no longer require a Google+ profile when you want to upload, comment, or create a channel. If you’re happy with everything as it is now, then just keep on keepin’ on. If you want to remove your Google+ profile, you’ll be able to do this in the coming months, but do not do it now or you’ll delete your YouTube channel (no bueno).

Youtube und Google+ sind entkoppelt – das ist alles. Zumindest auf den ersten Blick. Doch auf den zweiten Blick gibt es im offiziellen Google Blog noch eine für Google+ relevante Stelle, die die meisten Google+-Totengräber bewusst oder unbewusst ignorieren werden. Die Stelle lautet:

Google+ is quickly becoming a place where people engage around their shared interests, with the content and people who inspire them. In line with that focus, we’re continuing to add new features like Google+ Collections, where you can share and enjoy posts organized by the topics you care about. At the same time, we’ll also move some features that aren’t essential to an interest-based social experience out of Google+.

Das klingt für mich nicht nach einem Netzwerk, dass demnächst eingestellt wird, ganz im Gegenteil.

Gelassenes, strategisches Beobachten ist angesagt

Nein, ich schreibe jetzt nicht, dass Google+ auf jeden Fall weiterleben und vielleicht sogar ausgebaut wird. Das kann zwar sein, doch ich weiß es schlicht nicht. Außerhalb Googles weiß es niemand. Vielleicht weiß es noch nicht einmal Google selbst.

Und trotz meiner Begeisterung für Google+ gebe ich dem geschätzten Kollegen Klaus Eck Recht, wenn er schreibt:

Andere Google-Angebote sollen in den kommenden Monaten YouTube folgen, sodass Onliner immer weniger Gründe haben, noch auf Google+ zu bleiben. Es sei denn, sie benötigen den Kanal wirklich und glaube nicht nur an den SEO-Effekt, den ein originäres Google-Produkt zumindest ein wenig suggeriert. Vermutlich wird ein harter Kern von Fans übrig bleiben, während der Mainstream sich schon längst von Google+ entfernt hat.

Google+ ist kein Massennetzwerk, war es nie. Vielleicht wollte Google das am Anfang mal erreichen, doch das hat nie funktioniert. Doch das muss es auch gar nicht sein. Es gibt Themenbereiche – allen voran Technik und Fotografie – in denen Google+ das Netzwerk schlechthin, mit hochwertigen Diskussionen und tollen Beiträgen, ist.

Für diese Bereiche wird es weiterhin gut funktionieren. Und wer weiß, vielleicht hat Google noch ganz andere Pläne mit dem Netzwerk und überrascht uns alle.

Kollege Casi bringt es auf Mobilegeeks schön auf den Punkt:

Bevor jetzt wieder die Mär vom Google+-Dahinscheiden angestimmt wird: Seht es als das, was es ist – eine strategische Neuausrichtung, die schon eine Weile andauert und einfach eine Umstrukturierung darstellt. Die ganze Nummer wird sich noch einige Monate hinziehen, also werdet nicht ungeduldig, wenn ihr heute von der Änderung noch nichts merkt.

Wichtig ist mir vor allem eines: Reagieren Sie jetzt nicht voreilig oder unüberlegt, sondern beobachten Sie die Entwicklung genau und unter strategischen Gesichtspunkten. Sollten Sie, als Unternehmen, sozialer Träger oder NPO, jetzt viel in Google+ investieren? Nein, das ist nicht sinnvoll.

Sollten Sie das Netzwerk jetzt sofort abschießen? Ebenfalls nein, auch das wäre nicht sinnvoll. Gelassenheit ist angesagt. Niemand weiß, was Google mit Google+ tut. Doch die Ankündigung ist nicht das Ende von Google+. Um das bekannte Mark Twain Zitat ein wenig zu verfremden:

Die Berichte über den Tod von Google+ werden stark übertrieben.

Google reduziert die Angriffsfläche

Abschließend noch ein letzter Gedanke: Könnte es sein, dass Google mit der Aufhebung des Google+ Zwangs auch schlicht die Angriffsfläche reduziert? In der Vergangenheit stand das Unternehmen aufgrund der Google+ Bindung vieler Dienste immer wieder massiv in der Kritik. Unter anderem wurden Vorwürfe laut, Google wolle sich durch die Bündelung aller Dienst in Google+ die Datensammlung erleichtern.

Die Datensammlung ist mit dem zugrundeliegenden Google Account nach wie vor möglich. Doch die zentrale Verknüpfung aller Dienstes ist für Nutzer mit dem Wegfall des Google+ Zwangs nicht mehr so sichtbar.

Könnte es daher nicht sein, dass Google damit lediglich die offensichtliche Angriffsfläche reduziert?

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

Heiko Stein  |   28. Juli 2015 um 08:15 Uhr

Hallo Christian,
der Tod von Google+ wurde schon mehrfach treffsicher vorausgesagt. Und Totgesagte leben ja bekanntlich länger … 😉
Beste Grüße
Heiko

Christian Müller  |   28. Juli 2015 um 08:15 Uhr

Allerdings, Heiko, allerdings. 🙂

Anna Franzen  |   28. Juli 2015 um 09:20 Uhr

Hallo Christian,
danke für diesen Artikel. Wir, gerade ich sollten ruhig bleiben. Mir hat dieses Netzwerk so viel gegegben, dass ich bei jeder neuen Diskussion sofort in Panik gerate… Durch deinen Artikel bleibe ich jetzt erst einmal cool und warte ab. Ich bin gespannt, was Google noch so vorhat, das Jahr ist noch lang, da kann ja bekanntlich noch einiges zum Ende hin kommen.
Viele Grüße
Anna

Manuela Seubert  |   28. Juli 2015 um 11:29 Uhr

Hallo Christian,

danke für diese unaufgeregte Analyse. Zu jedem Töpfchen gehört ein Deckelchen und das gilt auch für G+. Die Kunst ist zu wissen, für wen dieses soziale Netzwerk sinnvoll ist – wofür Du eindeutige Tipps in Deinem Beitrag gibst.

Besten Gruß aus Limburg
Manuela

Oliver Frenkel  |   29. Juli 2015 um 08:01 Uhr

Hi Christian, richtig, danke!

Aber vor allem diese geniale Überschrift: Gelassenheit statt voreiliger Schlüsse!
Hammer, das sollten sich viele mal auf die Timeline setzen.

Gruss Olli

Christian Müller  |   29. Juli 2015 um 08:03 Uhr

Hallo Oliver,

danke dir. Ich bin vor voreiligen Schlüssen auch nicht immer gefeit, aber ich bemühe mich um mehr Gelassenheit. 🙂 Gerade in der Kommunikation und den rasanten Veränderungen der Netzwerke ist das eine extrem wichtige Eigenschaft.

Gruß,
Christian

Lud Marx  |   30. Juli 2015 um 10:53 Uhr

Hallo Christian Müller,

vielen Dank für deinen interessanten Artikel !!

Ich bin seid Herbst 2011 bei Google+ und jedes Jahr wurde das Ende von Google+ vorhergesagt,
ich bin mal gespannt wann das Ende naht ??!! 🙂

Ich wünsche dir und allen Mitlesern weiterhin eine wunderschöne und informtive Zeit bei Google+
und alles Gute weiterhin !!

Viele Grüße

lud Marx

Christian Müller  |   30. Juli 2015 um 17:52 Uhr

Hallo Lud,

ja, ich bin auch gespannt, wie lange Google+ noch tot gesagt wird. Danke dir fürs Feedback.

Gruß,
Christian

Christine Pfeil  |   11. August 2015 um 10:21 Uhr

Danke für den Artikel! Ich sehs einfach so: abwarten und Tee trinken oder Kaffee … wir werden sehn was passiert – alles andere sind nur Spekulationen!

Andreas Quinkert  |   11. August 2015 um 10:53 Uhr

Hallo Christian,
da sich bei Google gerade die Ereignisse überschlagen (Gründung der Holding “Alphabet”), erlaube ich mir, hier mal einfach mal auf Steve Naumanns weiterführenden Beitrag “Ist Google+ tot? Google+ ist anders.” auf ZIELBAR zu verweisen. Ist gerade frisch veröffentlicht. Steves These: Google+ wird Teil des größten Unternehmensnetzwerks der Welt. Selbstverständlich wird dies vom Autor, der wie du ein ausgesprochener Google-Kenner ist, entsprechend begründet. Hier der Link: http://www.zielbar.de/google-plus-ist-anders-4880/

Gruß aus Duisburg
Andreas Quinkert

[…] Ach ja, bei Google+ gibt es auch eine Neuerung, die ich zumindest sehr gut finde. YouTube und Google+ werden endlich entkoppelt, man braucht also keinen Google+ Account mehr, um bei YouTube Dinge machen zu können. Ich hoffe mal, dass das noch für ein paar Dinge gelten wird, die momentan diesem Zwang unterliegen. Mehr dazu bei Sozial-PR […]

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