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15.03.2013 Tools und Technik Von: Christian Müller

Google Reader ist tot: Danke, Google! #Kommentar

Google_Reader_logoJa, ich gebe auch noch meinen Senf zur Abschaltung des Google Readers. Warum? Weil mich einige aufgeregte Reaktionen und übertriebene Zornesausbrüche im Netz wirklich nerven. Klar ist die Abschaltung unangenehm. Jap, das wird unbequem, kommt überraschend und ist nervig. Doch die Vorteile überwiegen. Wenn Google seinen beliebten RSS-Reader abschaltet, kommt endlich wieder Bewegung in das Thema und Entwickler und Anbieter von Diensten machen sich an die Arbeit.

Dazu kommt: Die Abschaltung ist wahrlich kein Weltuntergang und schon gar keine Petition wert. Man kann sich Probleme auch machen, wenn man welche braucht. Außerdem habe ich mich noch nicht gänzlich von der Idee verabschiedet, dass Google hier nur einen Marketing-Stunt abzieht, der den Google Reader zurück ins öffentliche Bewusstsein holen soll.

Was spräche denn dagegen, dass Google den Nutzern „nachgibt“ und den Reader doch nicht abschaltet, ihn dann jedoch – natürlich rein hypothetisch – ab einer gewissen Nutzung kostpflichtig macht? Ein solcher Schritt wäre vor kurzem noch völlig unmöglich gewesen und hätte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Doch nach der Ankündigung der Abschaltung würde eine solche Entscheidung vermutlich Anklang finden und von den Nutzern sogar begrüßt werden. Ein bisschen viel Verschwörungstheorie, schon klar. Doch ganz abwegig finde ich die Idee nicht.

Chance für Innovation und ein Weckruf

Ich stimme Martin Weigert auf netzwertig zu: Die Einstellung ist eine echte Chance für andere Dienste, Clients, neue Funktionen und die Weiterentwicklung der RSS-Technologie. Wie ich in meinem Beitrag auf der Karrierebibel – und viele andere Blogger in ihren Artikeln – zeige, gibt es bereits heute zahlreiche Alternativen. Und ich bin mir sicher, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten viele Clients und Dienste weiterentwickeln werden. Danke, Google!

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(Kostenlose) Dienste sind nicht verlässlich

Auch Jörg Wirtgen auf Heise kann ich nur zustimmen: Google zerstört mit der Abschaltung Vertrauen. Ein scheinbar verlässliches Unternehmen erweist sich als unberechenbarer Partner. Objektiv betrachtet war das natürlich nie anders. Doch Google hat es durch seine guten Produkte und Dienste und eine clevere Kommunikation geschafft, uns, die Nutzer, das vergessen zu lassen. Die Abschaltung des Dienstes ist ein Weckruf, der uns daran erinnert, dass (kostenlose?) Dienst und Unternehmen keine zuverlässigen Partner sind. Danke, Google!

So unbequem es sein mag: Google Reader ist nur einer von vielen Diensten. Nicht mehr und nicht weniger. Die Abschaltung ist eine Chance, aber ganz sicher kein echtes Problem.

P.S.: Und nur noch mal zur Erinnerung: Google Reader wird erst am 01. Juli 2013 abgeschaltet. Für die Suche nach Alternativen ist also noch massig Zeit.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

Benjamin Wagener  |   15. März 2013 um 22:50 Uhr

Finde ich toll, dass ihr dem Wechseldruck entgegen tretet. Jetzt sofort wechseln macht halt einfach keinen Sinn angesichts dessen, was da jetzt an Entwicklung ins Rollen gekommen ist, zumindest nicht zu einem anderen Cloud-/Webdienst-Anbieter. Wenn man jetzt überlegen sollte mit TinyTinyRSS oder dergleichen seine eigene Lösung zu hosten, weil man jetzt zu der Überzeugung gekommen ist, dass ein Fremddienst zu unzuverlässig ist, dann ist das natürlich noch einmal etwas ganz anderes.

Lars Hahn  |   16. März 2013 um 19:03 Uhr

Den Gedanken über einen Markrting-Coup zum Promoten des Google-Readers hatte ich auch. Abwarten. Cool wär’s schon.

Christian  |   16. März 2013 um 19:06 Uhr

Jap, da kommt nachher allerdings noch ein Artikel von mir mit einem etwas anderen Ansatz. Bin gespannt auf deine Reaktion.

[…] ich die Aufregung rund um die Abschaltung des Google Readers gestern bereits als lästig aber eindeutig übertrieben bezeichnet habe, kam mir heute eine Idee. […]

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