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11.06.2012 Tools und Technik Von: Christian Müller 3 Kommentare

Instapaper + Kindle + Evernote = Informationsflut im Griff

Ein Teil der Quellen in wissenschaftlichen Arbeiten besteht immer noch aus Fachliteratur, die Sie sich in der Bibliothek ausleihen müssen. Nach und nach nehmen jedoch Online-Quellen einen immer größeren Stellenwert bei Recherche und Zitaten ein. Das Problem ist dabei meist nicht, dass zu wenige Informationen verfügbar sind. Im Gegenteil werden Sie bei vielen Themen von der Anzahl der Treffer fast erschlagen. Die Kunst besteht darin, die relevanten Informationen heraus zu filtern und so zu archivieren, dass Sie die Quellen später zitieren können. Mit der Kombination aus Instapaper, Kindle und Evernote ist das kein Problem mehr.

Die Tools und Dienste

Instapaper ist ein Service, mit dem Sie sich Webseiten für das spätere Lesen abspeichern können. Im Gegensatz zu Lesezeichen werden die Artikel nicht nur vorgemerkt, sondern auch gleich für eine bessere Lesbarkeit formatiert. Mit den Apps für iOS und Android können Sie Ihre so gespeicherten Artikel dann herunterladen und in aller Ruhe lesen. Instapaper lässt sich jedoch auch direkt über die Webseite oder – und darauf liegt heute der Schwerpunkt – mit einem Amazon Kindle nutzen. Es gibt zwar Subscriptions zum Preis von drei US-Dollar für drei Monate, doch für den hier beschriebenen Anwendungsfall ist ein kostenloser Account jedoch völlig ausreichend.

Der Kindle ist aktuell der beliebteste E-Book-Reader überhaupt. Mit seinem E-Ink-Display ist er auch in der Sonner gut ablesbar und bietet ein Leseerlebnis, dass dem von Papier sehr nahe kommt. Das einfache Modell mit W-Lan kostet aktuell 99 Euro und kann direkt bei Amazon (Affiliate-Link) bestellt werden.

Evernote ist ein Notizprogramm mit angeschlossenem Synchronisationsdienst und Apps für alle großen Plattformen. Auch hier gibt es Premium-Accounts für fünf US-Dollar im Monat, doch wieder gilt: Für die hier beschriebene Methode reicht ein kostenloses Konto völig aus.

Der Workflow

Und so funktioniert die Kombination:

Recherchieren
Bei Ihrer Recherche lesen Sie die Artikel kurz quer und speichern interessante Inhalte dann in Instapaper ab. Dafür gibt es ein spezielles Bookmarklet, dass Sie sich auf der Instapaper-Webseite installieren können. Sie konzentrieren sich bei Ihrer Recherche also voll und ganz auf das Finden von möglicherweise interessanten Artikeln. So müssen Sie nicht mental zwischen Recherche- und Lesemodus hin und her schalten, denn das Lesen verschieben Sie auf später.

Lesen
Wenn Sie dann Ruhe haben, nehmen Sie sich Zeit, um die gespeicherten Artikel gründlich zu lesen. Die iOS- und Android-Apps für Instapaper sind zum lesen – vor allem auf Tablets – wunderbar geeignet, doch leider sind ordentliche Tablets hier zu Lande noch recht teuer. Ein Kindle ist für Studenten da schon eher erschwinglich. Instapaper unterstützt zwar den automatischen Export zum Kindle, doch dieser funktioniert leider nur sehr unzuverlässig. Im folgenden Video zeige ich Ihnen daher, wie Sie Instapaper auf Ihrem Kindle nutzen und gleichzeitig mit Evernote kombinieren können.

Archivieren und wiederfinden
Um die wirklich relevanten Artikel dauerhaft zu speichern, werden diese in Evernote abgelegt. Dort können Sie diese – Dank der hervorragenden Suchfunktion – problemlos wiederfinden und auch mit beliebig vielen Schlagworten versehen. Die Integration von Instapaper und Evernote müssen Sie einmalig bei Instapaper einrichten, die Option dazu finden Sie im Bereich “Account”. Dort wählen Sie dann bei den Sharing-Optionen aus, dass alle geliken Artikel automatisch zu Evernote geschickt werden. Der Screenshot unten zeigt die Instapaper-Einstellung.

Informationsflut ade

Damit haben Sie es geschafft. Alle recherchierten Artikel landen ab jetzt in Instapaper, können von Ihnen in Ruhe auf dem Kindle gelesen und in Evernote abgespeichert werden. Damit haben Sie alle Artikel zitationsfähig archiviert – Evernote speicher immer die URL sowie das genaue Datum und die genaue Uhrzeit mit – und können der Informationsflut ganz gelassen begegnen. Ein Wort zum Abschluss: Auch wenn sowohl bei Evernote als auch bei Instapaper die kostenlosen Versionen ausreichen, sollten Sie beide Dienste mit einer Subscritpion oder einem Premium-Account unterstützen. Vor allem Instapaper und dessen Entwickler Marco Arment haben diese Zuwendung aus meiner Sicht mehr als verdient.

Natürlich freue ich mich über Kommentare mit Ihren Erfahrungen mit der oben beschriebenen Methode. Und wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, bin ich Ihnen auch für den einen oder anderen Flattr-Klick dankbar.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

[…] eine Informationsüberflutung will das Gehirn ständig zwischen verschiedenen Inhalten wechseln. Darunter leidet die […]

[…] Sicht, mir ein Kindle zuzulegen. Der eBook-Reader würde es mir ermöglichen, längere Artikel auch via Evernote (und Instagram) in handlicher Form zu lesen1. Sogar in der Sonne wäre das mit den handlichen Lesegeräten […]

Jan A.  |   17. Juni 2013 um 12:12 Uhr

Seit längerem schon lasse ich mir die Instapaper-Artikel auf den Kindle schicken. Funktioniert bei mir recht gut, es ist nur ein Fehler in der Zeitzone drin (1 Stunde Verschiebung).

Der Tipp mit dem Like-Link und der Speicherung in Evernote ist sehr hilfreich. Bisher habe ich genau diese Verbindung vermisst. Jetzt endlich stimmt der Workflow.

Danke ganz herzlich für diesen Super-Tipp!!!

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