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30.05.2013 persönliche Entwicklung Von: Christian Müller 3 Kommentare

Lass das! – Tu, was Du wirklich willst

WegZukunftHorizontFrage: Wie oft habt ihr schon gesagt: “Sorry, ich hab keine Zeit. Ich muss da noch was machen.” Antwort: Oft, sehr oft, vermutlich. Okay, das war einfach. Doch jetzt zur unangenehmen Frage: Wie oft hat die Aussage gestimmt? Bevor sich jemand aufregt: Nein, ich gehe nicht davon aus, dass ihr gelogen habt. Meine Frage zielt auf etwas anderes: Wie oft musstet ihr wirklich noch etwas tun? Wie oft wäre: “Ich will das noch was tun” die ehrlichere Aussage gewesen?

Die meisten Menschen – und da schließe ich mich ein – benutzen das Wort “muss” viel zu leichtfertig und unbedarft. In 80 bis 90 Prozent aller Fälle wäre “will” die passende Formulierung. Warum ich auf diesem Unterschied so herumreite? Es handelt sich doch einfach nur um Umgangssprache, richtig? Falsch! Wie ich bereits schrieb: Sprache prägt Wahrnehmung. Im konkreten Fall bedeutet das, dass ihr Euch durch ständige Muss-Formulierungen Zwang und Druck selbst erzeugt und Euch Entscheidungsspielräume nehmt.

Wollen ist mächtiger als müssen

Das klingt für manche vermutlich nach einer typischen “Tschagga, du schaffst das”-Mentalität, doch ich kann Euch versichern, das ist nicht der Fall. Es geht nicht darum, Euch selbst einzureden, dass ihr alles schaffen könnt. Das ist einfach falsch, denn da gibt es ja noch die Realität mit ihren Umständen und Grenzen. Doch wenn ihr ständig Muss-Formulierungen verwendet, redet ihr Euch auch etwas ein. Ihr macht Euch dann selbst klar, dass ihr gar keine andere Wahl habt und gebunden seid.

Dabei lägen die meisten der davon betroffenen Themen und Entscheidungen sehr wohl in Eurer Hand, hättet ihr meistens eben doch die Wahl. Doch ihr redet Euch selbst ein, dass ihr müsst. Wirklich gefährlich ist das vor allem deshalb, weil ihr Euch damit meistens von Eurer Leidenschaft und Euren eigentlichen Zielen entfernt. Wie oft habt ihr Menschen sagen hören: “Eigentlich will ich etwas ganz anderes tun, aber ich muss ja noch…”? Wie oft wart ihr selbst dieser Mensch?

Die gute Nachricht: Ihr könnt das ändern. Die schlechte: Es braucht Zeit und Energie. Da es sich um Formulierungen und Wahrnehmung handelt – zwei Bereiche, die komplett in Eurer Hand liegen – könnt ihr das Muster ändern. Im ersten Schritt achtet ihr dazu bewusst darauf, wie oft ihr von “müssen” sprecht und wie oft diese Formulierung nicht zutrifft. Im zweiten Schritt beginnt ihr dann damit, in passenden Situationen “muss” durch “will” zu ersetzen. Bitte beachtet: Es gibt natürlich Situationen, in denen ihr wirklich etwas tun müsst. Doch das sind vielleicht 10 bis 20 Prozent alles Formulierungen. Die überwältigende Mehrheit lässt sich ändern.

Klingt theoretisch vielleicht einfach, doch da ihr ständig Eure eigene Sprache aufmerksam beobachten, Formulierungen wahrnehmen und schlussendlich Gewohnheiten und Einstellungen ändern wollte – beachtet bitte: wollt, nicht müsst – ist das richtig viel Arbeit. Doch die lohnt sich. Wenn ihr erstmal all die selbstauferlegten Zwänge und Bindungen löst, könnt ihr euch viel freier entwickeln und auf Eure Leidenschaften und Ziele konzentrieren. Das ist es wert.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

[…] Google+ oder Instagram-Stream verfolgt und/oder hier schon eine Weile mitliest weiß, dass ich die Bedeutung der individuellen Einstellung und Perspektive immer wieder […]

[…] zweite Teil meines Grundsatzes sorgt sicherlich für einige Fragezeichen. Mit Intuition spreche ich hier gleich mehrere Aspekte an. Für persönliche Weihnachtsgrüße solltet […]

karenlive  |   21. April 2014 um 08:22 Uhr

Hallo Christian,

danke für die anschauliche Erklärung und die Vernetzung mit der Natur. Schön auf den Punkt gebracht, um was es geht. Das bringt mich vom Verzetteln wieder gut in die Spur.

Herzliche Eifelgrüße,

Karen

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