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09.09.2012 Lebenskarriere Von: Christian Müller 3 Kommentare

(M)eine Zukunft – Wie sieht DEIN Weg aus?

Gestern habe ich darüber geschrieben, wie ihr Euch mit Euren eigenen Erwartungen blockiert und begrenzt. Als Reaktion auf den Artikel habe ich unter anderem eine E-Mail bekommen, die mich zum heutigen Beitrag inspiriert hat. Der betreffende Abschnitt lautet sinngemäß: “… auch die Erwartungen anderer können ein echtes Problem sein. Mein Umfeld erwartet von mir, dass ich nach dem Studium direkt in der Praxis meiner Eltern anfange. Dabei habe ich ganz andere Pläne und will erst mal in die Entwicklungshilfe gehen. Ich hab ganz schön lange gebraucht um zu merken, dass ich gar nicht meinen Erwartungen gefolgt bin sondern einen völlig anderen Weg eingeschlagen hatte.” Der junge Mann – ich nenne ihn mal Tom – beschreibt eine Situation, die viele kennen dürften. Denn nicht immer ist der Weg, dem ihr folgt, auch wirklich Euer eigener. Wie ihr das herausfindet und Euren Weg – bei Bedarf – ändern könnt, darum geht es heute.

Folgt ihr Eurem Weg?

Vielleicht gibt es einige Leser, die jetzt den Kopf schütteln. Den Erwartungen anderer entsprechen? Das würde ihnen nicht im Traum einfallen. Wenn ihr zu dieser Gruppe gehört und das wirklich überzeugt sagen könnt: Gratulation! Doch seid ihr Euch da ganz sicher? Kommen Eure Ziele aus Euch heraus? Und ist – in der Konsequenz – Euer aktueller Weg wirklich Euer eigener? Die Frage mögen seltsam klingen, doch die Antworten darauf sind unglaublich wichtig – und zwar für Euch selbst. Folgt ihr den Erwartungen und Träumen anderer könnt ihr damit zwar erfolgreich sein und Euch vielleicht auch dabei wohlfühlen, doch ihr werdet niemals so glücklich und zufrieden sein, wie es auf Eurem eigenen Weg möglich ist.

Dieser kann natürlich auch von Kompromissen und Umwegen geprägt sein, ganz klar. Logischerweise wird Euch auch auf dem Weg zu Euren persönlichen Zielen nicht alles gelingen, werden Probleme auftauchen. Doch diese sind es dann auf jeden Fall wert, denn dahinter wartet Euer Ziel auf Euch. Wie merkt ihr also, ob Euer aktueller Weg wirklich mit Euren persönlichen Zielen übereinstimmt? Ob Eure Ziele wirklich von Euch stammen und nicht von anderen in Euch hinein gepflegt wurden? Das geht nicht von heute auf morgen und hat viel damit zu tun Euch selbst besser kennen zu lernen. Das ist keine esoterische Lehre, sondern eine praktische Notwendigkeit. In Euch hinein sozialisierte Ziele fühlen sich in der Regel wie Eure eigenen an. Um heraus zu finden, was ihr selbst wollt, müsst ihr Euch mit den Themen, Gedanken und Wünschen auseinandersetzen, die unbewusst in Euch ablaufen.

Für mich ist das Schreiben der richtige Weg, um diese unbewussten Abläufe wahrzunehmen. Das regelmäßige Führen eines Tagebuches – idealerweise von Hand – kann Euch dabei helfen, die tief sitzenden Wünsche kennen zu lernen. Dafür müsst ihr Euch allerdings wirklich regelmäßig und konsequent – am besten täglich zu einer festen Uhrzeit – hinsetzen und schreiben. Eher künstlerisch veranlagte Menschen malen oder zeichnen statt dessen und drücken so ihre Sehnsüchte und Träume aus und wieder andere finden ihren Weg erst durch die Musik oder den Sport. Hier müsst ihr ausprobieren und Euren Weg finden. Wenn ihr Eure Methode konsequent vier bis acht Wochen lang jeden Tag durchzieht, werdet ihr spüren, ob Euer aktueller Weg zu Euch passt oder nicht. Vielleicht verdichten sich ganz andere Themen, erwachen völlig andere Ziele und Wünsche in Euch. Wichtig ist, dass ihr nur den Themen Gewicht und Raum einräumt, die sich wirklich hartnäckig halten. Nur diese sind auch tragfähig.

Ändert die Richtung

Solltet ihr nach einige Wochen zu der Erkenntnis gelangen, dass Euer Weg eben nicht Euer eigener ist, steht eine Richtungsänderung an. Dabei habt ihr zwei Möglichkeiten:

1. Der radikale Schnitt

Der schnellste aber auch schmerzhafteste Weg ist ein radikaler Bruch mit Eurem bisherigen Weg. ihr werft von heute auf morgen alles hin und fangt völlig neu an. Das ist realistischerweise oft gar nicht machbar und meines Erachtens nach auch nicht empfehlenswert. Denn damit würdet ihr einen großen Teil Eures aktuellen Umfelds verprellen und Menschen verletzten, die Euch wichtig sind und auf die ihr angewiesen seid. Und ob der Sart auf dem neuen Weg von jetzt auf gleich gelingt, ist fraglich.

2. Die nachhaltige, langsame Veränderung

Wer mich kennt weiß, dass ich einen anderen Weg präferiere. Legt klar fest, wie Euer neues Ziel und Euer damit verbundener neuer Weg aussehen sollen. Dann beginnt ihr Schritt für Schritt, von Eurem aktuellen Weg auf den neuen abzubiegen. Die Veränderungen nehmt ihr dabei langsam aber sicher vor, es reichen kleine Anpassungen, die Euch nach und nach in die richtige Richtung führen. Euer Umfeld wird die Veränderung vielleicht mitbekommen, davon jedoch nicht schockiert sein, sondern sich maximal wundern. Doch darum geht es nicht primär. Viel wichtiger ist, dass ihr selbst Zeit habt, Euch an den neuen Weg zu gewöhnen, spüren und erfahren könnt, was für Euch funktioniert und nachjustiert. So könnt ihr dann nach und nach überzeugt hinter Eurem neuen Ziel stehen und Euren eigenen Weg gehen.

Die zweite Methode dauert auf jeden Fall länger als der radikale Schnitt. Doch sie ist deutlich tragfähiger und auf Dauer die bessere Variante. Denn so könnt ihr Euer Umfeld auf den neuen Weg mitnehmen, Euch auf diesem zurecht finden und Eure Zukunft nachhaltig gestalten. Darauf kommt es an.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

[…] das hat er jedoch nicht getan. Für mich zeigt Heino damit: Es ist wirklich nie zu spät, sich neuen Dingen und Wegen zuzuwenden und den Blick über den Tellerrand zu wagen. Egal ob Dir, lieber Leser, das Album […]

[…] das immer wieder – verstehen diesen Teil des Mottos als Aufforderung, erst dann mit etwas zu beginnen, wenn die optimalen Voraussetzungen dafür geschaffen sind, der perfekte Augenblick gekommen […]

[…] von Euch hat sich Ziele gesetzt, Pläne vorbereitet und sich Strategien zurechtgelegt? Die Mehrheit der Leser dürfte jetzt zustimmend […]

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