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06.06.2012 Lebenskarriere Von: Christian Müller 2 Kommentare

Mythos Selbstdisziplin – Ziele erreichen Sie durch die richtige Motivation

Bei Gesprächen mit Dozenten und Professoren höre ich oft die Aussage: “Wenn meine Studenten mehr Selbstdisziplin hätten, könnten sie viel besser sein.” Jedes mal muss ich schmunzeln und stelle dann eine Gegenfrage: “Wie und warum sollten Ihre Studenten diese Selbstdisziplin denn aufbringen?” Oft ernte ich dann irritierte Blicke. Das ist völlig nachvollziehbar, denn hinter der Aussage steht ein grundlegendes Missverständnis: Selbstdisziplin gibt es nicht – Motivation dagegen schon. Und damit können Sie viel erreichen.

Selbstdisziplin ist ein Mythos

In der Wikipedia ist Selbstdisziplin folgendermaßen definiert:

… ein stetiges und eigenkontrolliertes Verhalten, das einen Ordnungszustand aufrechterhält oder schafft, indem es Anstrengungen aufwendet, die den vorherrschenden individuellen oder äußeren Ablenkungen von einer einzuhaltenden Zielvorgabe entgegenwirken.

Zu den Gründen heißt es weiter:

… zugunsten der Einhaltung von ethischen, religiösen oder rationalen Richtlinien, sowie einem Verhalten, das den logischen Konsequenzen dieser Richtlinien Rechnung trägt.

Zusammengefasst: Menschen schränken sich selbst ein , weil sie bestimmte Regeln und Werte achten und einhalten. Klingt gut – ist jedoch leider falsch. Denn Selbstdisziplin gibt es nicht, es handelt sich immer um Motivation.

Motivation ist die Triebfeder aller Erfolge

Menschen halten sich aus zwei Gründen an Regeln:

  1. Weil sie die negativen Konsequenzen einer Regelübertretung fürchten. Ignoriert eine Person die Regeln, sind die Konsequenzen so unangenehm, dass die Einhaltung der Regeln das kleinere Übel ist.
  2. Weil die Regeln ihnen gut tun und das Leben einfacher machen. In diesem Fall geht es nicht um die mögliche Strafe, sondern um die Vorteile, die das Einhalten der Regeln dem Einzelnen bietet.

Natürlich gibt es Regeln, die aus Überzeugung eingehalten werden. Die Motivation rührt in diesem Fall von den erlebten Vorteilen her. Denn es geht dem Menschen gut, so lange er seiner Überzeugung gemäß handelt. Tut er das nicht mehr, beginnen für ihn Gewissens- und Wertkonflikte. Und die sind dann garantiert nicht angenehm. Daher ist seine Motivation hoch, die Regeln einzuhalten.

Das klingt vielleicht nach einer rhetorischen Spitzfindigkeit, ist aus meiner Sicht jedoch ein ganz entscheidender Unterschied. Denn wenn Sie sich bewusst machen, dass es immer um Motivation geht, können Sie diese auch gezielt beeinflussen.

Was ist Ihre Motivation?

Um dieses Wissen voll nutzen zu können, müssen Sie allerdings zuerst Ihre eigene Motivation für das jeweilige Verhalten kennen. Erst wenn Sie genau wissen, warum Sie sich an bestimmte Regeln halten, können Sie die Motivation für sich nutzen.

Wie das funktioniert? Hier einige Vorschläge, als Beispiel dient das Verfassen einer Bachelorarbeit.

Langfristige Vorteile

Auf lange Sicht erhöhen sich Ihre Karrierechancen durch eine gute Bachelorarbeit deutlich. Als Ergebnis stehen dann eine bessere Bezahlung und ein anspruchsvoller Job in einer Führungsposition in Aussicht.

Kurzfristige Vorteile

Ihre künftige Karriere mag ja toll sein, doch dieses Ziel ist leider noch ein ganzes Stück in der Zukunft. Daher sollten Sie auch auf die kurzfristigen Vorteile blicken. Ein guter Studienabschluss, die Zufriedenheit, eine wirklich gute Arbeit geschrieben zu haben, der Wissenszuwachs durch Ihre intensive Beschäftigung mit dem Thema und der Stolz, den Sie nachher auf Grund Ihrer Arbeit empfinden werden – all das sollten Sie im Auge behalten.

Belohnungen

Wenn Sie dieses Kapitel fertig geschrieben haben, können Sie sich mit Ihren Freunden treffen, ins Kino gehen oder sich einen erholsamen Abend auf der Couch gönnen. Egal was Sie als Belohnung nehmen, es kann nur funktionieren wenn Sie

  1. a) eine für Sie besondere und wichtige Aktivität oder Sache wählen und sich
  2. b) das wirklich erst dann gönnen, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben.

Erfüllen Sie diese beiden Voraussetzungen nicht, kann die Belohnung auch nicht funktionieren.

Negative Konsequenzen


Vielleicht hilft es Ihnen auch, wenn Sie sich die negativen Folgen klar machen, die Sie erwarten könnten. Schaffen Sie Ihre Bachelorarbeit beispielsweise nicht rechtzeitig oder schreiben Sie diese schlecht und oberflächlich, wird das Ergebnis entsprechend sein. Das kann zu Spott seitens Ihrer Kommilitonen und zu tiefer Enttäuschung bei Ihnen selbst führen. Schlimmer, ein schlechtes Ergebnis kann das angestrebte Master-Studium unmöglich machen und so Ihre gesamte Zukunft beeinflussen. Verstehen Sie mich nicht falsch, Sie sollten sich da nicht reinsteigern. Doch ein gesteigertes Bewusstsein für diese möglichen Folgen kann motivierend wirken.

Eigene Erwartungen

Sie haben ein klares Bild von sich und wissen genau, wie Sie vor sich selbst und anderen da stehen wollen? Wunderbar! Dann haben Sie wahrscheinlich auch hohe Erwartungen an sich. Wenn Sie es damit übertreiben und die Messlatte unrealistisch hoch anlegen, werden diese Erwartungen zum Problem. Doch wenn Ihre Erwartungen an sich selbst realistisch sind, können diese als Motivation völlig ausreichen. Denn es gibt nicht viele Dinge die unangenehmer sind, als dem eigenen Selbstbild nicht zu entsprechen. Doch wenn Sie Ihre Erwartungen erfüllen, fühlen Sie sich dafür ausgesprochen gut.

Erwartung widerlegen

Sie kennen das vielleicht: Ihr Professor macht Ihnen deutlich, dass er Sie für völlig unfähig und inkompetent hält. Klar, Sie können sich jetzt – vielleicht sogar berechtigt – aufregen und so Energie verschwenden. Oder Sie können Ihre Wut kanalisieren und in Aktivität verwandeln. Das führt dann zu der berüchtigten Jetzt-erst-recht-dem-zeig-ich’s-Einstellung. Und die ist eine wirklich starke Motivation.

Die Liste der Motivations-Faktoren lässt sich noch beliebig fortführen. Doch alle Gründe haben eines gemeinsam: Sie müssen sich diese bewusst machen und aktiv werden, damit die Motivation sich positiv für Sie auswirkt. Das ist das Problem dabei, wenn Sie davon ausgehen, das es Selbstdisziplin nicht gibt und alles auf Motivation basiert:

Es liegt immer in Ihrer Hand. Ausreden gibt es dann nicht mehr.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

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