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19.02.2014 Social Media für KMU Von: Christian Müller 6 Kommentare

Persönliche Ansprache: So erreicht ihr schweigende Fans (Teil 2)

Gestern habe ich im ersten Teil dargestellt, wie ihr schweigende Fans durch die zu Eurem Unternehmen passende Themenauswahl und die richtigen Fragen erreichen und zu Kommentaren bewegen könnt. In den Kommentaren zum Artikel kam dazu die Ergänzung, dass neben meinen genannten Gründen für schweigende Fans auch die Informationsüberflutung eine Rolle spielt. Viele Nutzer haben einfach zu viele Beiträge und Newsquellen in ihren Netzwerken und können und wollen daher gar nicht alles kommentieren.

Gegen dieses Phänomen könnt ihr als Unternehmen oder Freelancer nur wenig tun. Einzig der bereits gestern angesprochene Grundsatz der Nutzerrelevanz kann hier Besserung bringen. Sind Eure Beiträge so relevant, informativ und nützlich, dass sie sich wirklich von der Masse abheben, steigen Eure Chancen auf Kommentare. Im zweiten Teil lege ich meinen Fokus jedoch auf ein anderes Prinzip: die persönliche Ansprache.

Persönliche Ansprache erfordert Zeit und
Energie, ist den Aufwand jedoch dutzendfach wert.

Schweigen

Persönliche Ansprache: Baut Beziehungen auf

Manchmal lassen sich schweigende Fans am besten erreichen, wenn ihr ihnen durch persönliche Ansprache zeigt, dass Euch ihre Meinung und Kommentare wirklich wichtig sind. Persönliche Ansprache kann sich dabei auf die konkrete Formulierung Eurer Beiträge und Fragen beziehen, hat jedoch noch eine weitere Dimension, um die es mir heute besonders geht: die direkte Kontaktaufnahme.

Dieses Instrument sollte mit Vorsicht eingesetzt werden, da eine direkte Kontaktaufnahme schnell übergriffig wirken und als Eindringen in die Privatsphäre des Nutzers und Fans verstanden werden kann. Und es spielt dabei keine Rolle, ob ihr es objektiv tut. Wichtig ist nur, wie der Fan es empfindet und wahrnimmt.

Um eine direkten Kontaktaufnahme mit einem Fan vorzubereiten, solltet ihr daher…

Und ja, mit direkter Kontaktaufnahme meine ich wirklich, den Fan per Privat- oder Direktnachricht anzuschreiben. Tut das dann bitte ganz offen, sprecht Eure Intention und den Grund für die Kontaktaufnahme klar an und versucht auf keinen Fall, irgendwelche Absichten oder Motive vorzutäuschen. Menschen haben ein äußerst feines Gespür für Bullshit und wenn ihr versucht sie zu täuschen, wird die direkte und persönliche Ansprache garantiert zu einem Fiasko, das Euch wirklich Reputation und Glaubwürdigkeit kostet.

Persönliche Ansprache: Bindet Eure Fans ein

Wendet Euch daher nur dann direkt an ausgewählte Fans, wenn ihr Euch auch für ihre Meinung interessiert und sie wirklich in die Gestaltung der weiteren Themen und Beiträge einbinden wollt. Oft reicht es völlig, im Lauf mehrerer Wochen mit den zehn aktivsten Fans in Verbindung zu treten und sich mit ihnen auszutauschen. Mehr ist in der Regel auch gar nicht möglich, da der Aufwand für die Kontaktaufnahme und den ernsthaften Austausch oft viel zu groß ist, um ihn mehrfach zu betreiben.

Sprecht die Fans offen auf Verbesserungsmöglichkeiten an, erklärt Ihnen, warum öffentliche Kommentare für Euch so wichtig sind, welche Bedeutung sie für Euch haben und hört Euch an, warum sie bisher nicht kommentiert haben. Manche Fans könnt ihr sicherlich zu Kommentaren bewegen und oft reichen einige wenige aus, um die Interaktion auf den Seiten völlig zu verändern. Beginnen einzelne Nutzer damit, regelmäßig zu kommentieren, ziehen andere oft nach und es entsteht eine echte Kommentarkultur.

Doch wenn Fans nicht mit Euch reden oder sich nicht öffentlich äußern wollen, solltet ihr das akzeptieren. Übt hier auf keinen Fall Druck aus! Bedankt Euch dafür, dass sich der Fan die Zeit genommen hat, Euch zu antworten und lasst es damit gut sein. Wenn ihr trotz einer klaren Antwort nachbohrt, disqualifiziert ihr Euch selbst und macht die aufgebaute Beziehung schnell zunichte.

Hier noch einige Grundregeln für eine erfolgreiche persönliche Ansprache:

Too long, didn’t read?

Sprecht Fans als Menschen an, die Wertschätzung und Respekt verdienen. Fragt konkret nach, geht offen auf sie zu und versucht niemals, sie zu täuschen. Akzeptiert ein Nein, nehmt Kritik an und bedankt Euch am Ende der Konversation. Bereits einige wenige regelmäßig kommentierende Fans reichen oft, um eine Kommentarkultur entstehen zu lassen und andere Fans zu Kommentaren zu motivieren.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

Daniela  |   19. Februar 2014 um 14:49 Uhr

Vielen Dank für die Auseinandersetzung mit dem Thema! Im konkreten Fall gab es Ansprachen an die Fans/ Follower. Es wurde um Meinungen und Tipps gebeten. Ohne Erfolg. In einer Situation wurde ganz konkret um Mithilfe zu einem bestimmten Thema aufgefordert und dabei kommuniziert, dass diejenigen ihre Tipps und Hilfen im nächsten Blogbeitrag wieder finden können. Es sollte eine längere Auseinandersetzung mit der Thematik erfolgen, die, so war der Plan, interessanten Content für die Leser und Fans bieten sollte. Auch hier, leider keinerlei Reaktionen. Vielleicht liegt es auch an der Branche, dass es sich schwieriger gestaltet als gedacht. Wäre das ein Ansatzpunkt? Was meinen Sie?

Christian  |   19. Februar 2014 um 14:57 Uhr

Könnte ein Ansatzpunkt sein. Was hier helfen könnte: Umfragen auf dem Blog und in den sozialen Netzwerken – beispielsweise via Google Forms erstellt (falls der Datenschutz das erlaubt) – und so Meinungen und Feedback auf einem semi-öffentlichen Wege einsammeln.Selbst wenn 99% der Teilnehmer nur die Möglichkeiten anklicken und nicht viel schreiben, lässt sich so Feedback zu Themen und möglichen Ansätzen sammeln.

Sebastian Tacke  |   19. Februar 2014 um 16:23 Uhr

Hallo Daniela, in welcher Branche sind Sie denn tätig, vielleicht kann durch die Klärung desselben ein ‘Hebel’ gefunden werden.. .Zudem zeigt meine Erfahrung, dass bewusst gesetzte Reibungspunkte für ein erhöhtes Feedback sorgen können. Allerdings bitte maßvoll einsetzen 😉

An dich Christian zunächst vielen Dank für die ausführliche Zusammenstellung! Ohne näher (leider zeitlich bedingt) auf alle Punkte genauer eingehen zu können, habe ich irgendwie die Erwähnung der Nielsens-90-9-1 Regel vermisst. Inzwischen (die Regel stammt immerhin aus 2006 und ist somit schon fast 8 [!] Jahre alt) sind die Zahlenwerte etwas verschoben & werden es sich in Zukunft sicher auch weiter in Richtung PROsumer verschieben. http://www.bbc.co.uk/blogs/bbcinternet/2012/05/bbc_online_briefing_spring2012_participation.pdf Die schweigende Mehrheit ist dennoch vielfach unumstößlicher Fakt^^.

Daniela  |   19. Februar 2014 um 16:27 Uhr

Hallo Sebastian, es handelt sich um die Branche der Hotellerie. VG!

Tobias Brockmann  |   6. Juli 2015 um 18:51 Uhr

Hallo,

klingt gut, es ist aber bei zumindest bei Facebook leider nicht möglich und auch nicht erlaubt.

Christian Müller  |   6. Juli 2015 um 19:02 Uhr

Was genau soll nicht möglich und nicht erlaubt sein?

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