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11.01.2013 Kommunikation Von: Christian Müller 0 Kommentare

Social Media: Könne Unternehmen sie gefahrlos ignorieren?

Social MediaDie Inspiration für den heutigen Artikel stammt aus einer Diskussion auf Google+ und Facebook. Ausgangspunkt war ein von Mirko Lange verlinkter und kommentierter Artikel. Er stellte dabei fest, dass die Social Media beziehungsweise das Ignorieren derselben bei vielen Unternehmen keinen signifikant negativen Einfluss auf die Reputation des Unternehmens haben. Für mich resultiert daraus die Frage, ob es sich Unternehmen gefahrlos leisten können, die Social Media zu ignorieren. Viele Berater – da schließe ich mich mit ein – bringen oft das Argument, dass Unternehmen die Entwicklung der Social Media nicht verschlafen dürften, weil dies enorme Risiken mit sich brächte. Doch auf die Nachfrage, wie diese Risiken konkret aussehen, kommen oft keine überzeugenden Antworten und Argumente. In einem kurzen Podcast habe ich heute Morgen bereits einige der aus meiner Sicht wichtigsten Risiken und Perspektiven angesprochen. Doch das Thema hat mich nicht losgelassen, daher möchte ich meine Meinung dazu hier noch mal zusammenfassen. Wichtig: Auch wenn ich bei dieser Differenzierung in anderen Texten – leider – ab und an nachlässig bin, werde ich in diesem Artikel deutlich zwischen Social Media und sozialen Netzwerken unterscheiden.

Social Media sind mehr als soziale Netzwerke

Zwei kurze Definitionen: Soziale Netzwerke sind die konkreten Plattformen wie beispielsweise Twitter, Facebook, Google+, Pinterest und andere. Social Media umfassen dagegen viel mehr. Dieser Begriff beschreibt – und das ist meine Definition – mehr eine Kommunikationsform und Grundhaltung, nicht die Netzwerke selbst. Dazu gehören beispielsweise auch Blogs, Youtube, Foren und andere Kommunikationskanäle. Für mich erfüllen Social Media vor allem drei Kriterien:

  1. Sie sind auf Dialog und Interaktion ausgelegt
  2. Für eine sinnvolle Nutzung ist es notwendig, aktiver Teil der Community zu werden
  3. Alle Kommunikationsteilnehmer können gleichberechtigt – technische Unterschiede außen vor gelassen – miteinander kommunizieren

Social Media sind wichtig – manchmal

Da ich als Autor, Berater und Trainer unter anderem davon lebe, dass Unternehmen Social Media einsetzt, müsste ich einem Kunden auf die Frage: “Sind Social Media für uns sinnvoll?” eigentlich immer mit einem überzeugten “Ja” antworten. Doch da muss ich Euch – und so manchen Kunden – enttäuschen. Die Antwort ist: Das kommt darauf an. Worauf? Auf das Unternehmen und dessen Zielsetzung. Social Media können enorm viele Aspekte und Aufgaben abdecken, diese müssen einzeln betrachtet werden.

Markenaufbau, PR und Reputation

In diesem Bereich können Unternehmen die sozialen Netzwerke – nicht die Social Media – je nach Branche noch relativ gefahrlos ignorieren. Facebook, Twitter Google+ und andere Netzwerke können hoch effektive Kommunikationskanäle sein, um Kunden und Fans zu erreichen und die Reichweite eines Unternehmens zu erhöhen. Wirklich notwendig sind sie in vielen Branchen noch nicht.

Eine gut gemachte Webseite und ein eigenes Corporate Blog stehen jedoch auf einem völlig anderen Blatt. Diese beiden Kommunikationszentralen halte ich für die meisten Unternehmen für unverzichtbar. Auch Dienste wie Google Places sollten beispielsweise von rein lokal angesiedelten Geschäften und Einzelhändlern genutzt werden. Eine gute Online-Präsenz ersetzen sie jedoch nicht. Noch hat das Ignorieren der sozialen Netzwerke in vielen Branchen jedoch keine negativen Auswirkungen.

Employer Branding und Social Recruiting

Im Bereich der Mitarbeitersuche sieht die Situation aus meiner Sicht jedoch anders aus. Hier halte ich die Social Media – und dieses Mal auch die sozialen Netzwerke – inzwischen für sehr wichtig, fast sogar unverzichtbar. Denn gerade Young Professionals und Absolventen suchen verstärkt in den sozialen Netzwerken nach Job-Möglichkeiten. Hier sollten Unternehmen daher präsent sein und diese Fachkräfte aus sich aufmerksam machen. Ganz nebenbei lässt sich so auch die Loyalität der eigenen Mitarbeiter enorm steigern.

Social Media – in Zukunft unverzichtbar

Bisher habe ich die aktuelle Situation aus meiner Sicht dargestellt. Doch dieser Zustand wird sich mittel- und langfristig ändern. Für die aktuell aufwachsende Generation – auch gerne mal als YZ-Generation betitelt – sind soziale Netzwerke und andere Kanäle der Social Media ganz selbstverständlich Teil Ihrer alltäglichen Kommunikation. Daher erwarten sie auch entsprechende Präsenzen von Unternehmen und Marken. In wenigen Jahren wird diese Generation zu kaufkräftigen Kunden werden und spätestens dann werden viele Unternehmen die Social Media nicht mehr ignorieren können.

Doch die Änderungen werden – meiner Meinung nach – weit über den finanziellen Aspekt hinausgehen. Blogs und soziale Netzwerke sind in den letzten Jahren immer mehr Teil des Alltags geworden – über alle Altersgrenzen hinweg. Diese Tendenz wird sich fortsetzen, daher werden Social Media irgendwann normale Kommunikationskanäle und nicht mehr Gegenstand zahlreicher Diskussionen sein.

Ein Problem gibt es mit dieser Annahmen natürlich und das verschweige ich auch meinen Kunden nicht: Gerade in den Social Media gehen Veränderungen rasend schnell vonstatten. Diese Geschwindigkeit ist einerseits ein Problem für Unternehmen, machen Vorhersagen andererseits jedoch schwierig und unsicher. Auch wenn ich aktuell von meiner oben skizzierten Meinung überzeugt bin, kann sich diese in wenigen Monaten ändern. Nicht, weil ich heute rate oder uninformiert wäre, sondern einfach, weil sich in diesem Zeitraum so viel verändern kann, dass ich von völlig neuen Voraussetzungen ausgehen muss.

Eines ist aus meiner Sicht jedoch sicher: Social Media werden deutlich an Bedeutung gewinnen. Welche Netzwerke dann konkret eine Rolle spielen, lässt sich nur für die nähere Zukunft ernsthaft beantworten.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

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