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08.01.2013 Kommunikation Von: Christian Müller 2 Kommentare

Social Media Schulung: Tipps für die Seminar- und Trainerwahl (+25 Fragen)

PräsentationWorksshop“Social Media sind in der Unternehmenskommunikation komplett angekommen.” – Immer wenn ich diesen Satz bei einem Vortrag oder in einer Diskussion höre, muss ich unwillkürlich mit dem Kopf schütteln und kann mich nicht entscheiden, ob ich jetzt weinen oder lachen soll. Warum? Ganz einfach: Es stimmt – zumindest in Deutschland – nicht. Sicher, die großen Unternehmen haben Social Media inzwischen entdeckt und nutzen sie mehr oder weniger aktiv. Doch die Mehrheit der deutschen Unternehmen ist eben dem Mittelstand zuzuordnen und hier haben sich Social Media noch in keinster Weise durchgesetzt. Es gibt aus meiner Sicht jedoch erfreuliche Ansätze, die zeigen, dass Social Media auch in diesem Bereich langsam Fuß fassen. Und mit der wachsenden Zahl an Social Media affinen Unternehmen steigt auch der Bedarf an entsprechenden Fort- und Weiterbildungen. Kurz gesagt: Social Media Schulungen sind gefragter denn je. Logischerweise haben das auch viele Dienstleister erkannt, daher hat sich die Zahl der Angebote in den letzten Monaten und Jahren vervielfacht. Unternehmen – aber auch interessierte Privatleute – stehen jetzt vor dem Problem, aus der Masse der Anbieter die kompetenten und individuell passenden herauszufiltern. Um Euch die Suche zu erleichtern habe ich heute die – meiner Meinung nach – wichtigsten Kriterien zusammengestellt. Wie immer gilt: Ich freue mich über Ergänzung, Widerspruch und Fragen in den Kommentaren.

Vorweg noch eine Klarstellung: Es geht mir ausdrücklich nicht um Studiengänge und Ausbildungen zum Social Media oder Community Manager. Auch VHS-Kurse oder ähnliche Angebote sind nicht das Thema dieses Artikels. Die im Folgenden genannten Kriterien beziehen sich explizit auf professionelle Schulungs- und Seminarangebote für Unternehmen und Einzelpersonen – auch wenn Letztere (noch) äußerst selten sind. Und ja, ich selbst biete auch Trainings und Schulungen an. Mehr schreibe ich dazu in diesem Artikel allerdings nicht, es geht hier nicht um Eigenwerbung, sondern um einen Kriterienkatalog und eine Entscheidungshilfe. Daher verzichte ich auch auf die Nennung konkreter Trainer und Anbieter.

Erfahrung und Wissen reichen nicht aus

FrauNachdenkenStudentinFrageIch beginne mal mit den offensichtlichen Punkten: Ein Trainer oder Seminar-Leiter muss erstens eigene Erfahrungen mit der Nutzung der Social Media haben und sich zweitens über die aktuellen Veränderungen und die Eigenheiten der Netzwerke auf dem Laufenden halten. Erfahrung und Wissen bilden logischerweise die Grundlage seiner Arbeit. Doch auch der größte Wissens- und Erfahrungsschatz reicht für die Arbeit als Trainer und Dozent nicht aus. Nur weil jemand ein Fachgebiet beherrscht, kann er sein Wissen noch lange nicht vermitteln.

Denn dazu sind didaktische Fähigkeiten notwendig, über die längst nicht jeder von Haus aus verfügt. Diese sind zwar trainier- und schulbar, doch dazu bedarf es einer gewissen Erfahrung im Bereich Seminarleitung. Daher solltet ihr bei der Wahl eines Trainers oder Seminars gezielt nach den bereits durchgeführten Schulungen und Kursen fragen und idealerweise Meinungen und Stimmen von Seminarteilnehmern einholen. Hat sich ein Trainer jedoch rein auf firmeninterne Schulungen spezialisiert, kann das schwierig werden. Die meisten meiner Kunden setzen beispielsweise eine Vertraulichkeitsvereinbarung voraus. Bedeutet in der Praxis: Die Meinungen der Mitarbeiter können von mir maximal anonym und in der Regel ohne Angabe des Arbeitgebers verwendet werden. Wirklich glaubwürdig wirkt das dann auch nicht, denn solche Statements kann ich natürlich auch erfinden.

Wenn der Trainer oder Anbieter sonst auf Euch einen guten Eindruck macht, solltet ihr Euch daher von fehlenden Rückmeldungen der Teilnehmer nicht abschrecken lassen. Sucht in diesem Fall lieber das persönliche Gespräch und lasst Euch exemplarisch den Ablauf und die Inhalte eines Seminars erläutern. Stellt dabei ruhig kritische Rückfragen und achtet darauf, wie der Trainer damit umgeht. Kann er – oder sie – Euch im persönlichen Gespräch von seiner Kompetenz und seinen didaktischen Fähigkeiten überzeugen, erfüllt er einige der wichtigsten Kriterien. Ob er oder sie zu Euch und Eurem Unternehmen passt, steht damit jedoch noch nicht fest.

Passen die Philosophien zusammen?

Für eine erfolgreiche Schulung und Zusammenarbeit lege ich persönlich noch auf einen anderen Aspekt Wert: die Philosophie von Trainer und Unternehmen. Nur wenn die Unternehmensphilosophie und Schulungs- und Arbeitsphilosophie zusammenpassen, können Seminare wirklich erfolgreich verlaufen. Was genau ich mit Philosophie meine? Kurz gesagt: Die grundlegenden Werte und Prinzipien, an denen die Handlungen des Unternehmens und des Trainers ausgerichtet sind.

Ein Beispiel dafür ist der Umgang mit Fehlern. Ein Trainer, der auf offene Kommunikation und Transparenz setzt wird den Mitarbeitern hier natürlich vermitteln, dass eine Entschuldigung und die richtige Kommunikation des Fehlers oberste Priorität haben. Ist das Unternehmen jedoch darauf bedacht, Fehler möglichst zu verschleiern und nicht öffentlich werden zu lassen, treffen hier zwei grundlegend verschiedene Philosophien aufeinander. Solche Differenzen sorgen meist dafür, dass das Ergebnis eines – fachlich gut durchgeführten – Seminars sowohl für den Trainer als auch für das Unternehmen unbefriedigend ist. Die vermittelten Inhalte und Strategien passen dann einfach nicht zur täglichen Arbeit und den entsprechenden internen Vorgaben. Solche Differenzen lassen sich in einem ausführlichen Vorgespräch klären und erkennen. Im Zweifel solltet ihr Euch nach einem neuen Anbieter umschauen und Euch möglichst nicht auf Kompromisse einlassen. Gerade wenn es um Grundlagenschulungen geht, sind diese einfach zu wichtig, als dass ihr hier mit halbgaren Lösungen – und damit meine ich “teilweise passend” und nicht “unprofessionell” – arbeiten solltet.

Fragen für die Entscheidung

Um Euch die konkrete Entscheidung etwas zu erleichtern, findet ihr im Folgenden 25 hilfreiche Fragen:

  1. Hat der Trainer bereits Seminare zum Thema gehalten?
  2. Waren unter den bisherigen Kunden ähnliche Unternehmen?
  3. Ist er selbst in den Social Media aktiv?
  4. Bloggt er über die Themen Social Media und Kommunikation?
  5. Sind seine Artikel verständlich formuliert und logisch aufgebaut?
  6. Welchen Eindruck macht er im persönlichen Gespräch?
  7. Kann er Aussagen von Seminar-Teilnehmern als Referenz vorweisen?
  8. Für welche Firmen war er bereits tätig?
  9. Wie lange schult bereits im Themenbereich Social Media?
  10. Kennt er andere Experten und wird er von diesen geschätzt?
  11. Auch wenn es lachhaft klingt: Hat er eine eigene Homepage? Kommentar: Die Antwort ist erstaunlich oft nein.
  12. Kann er im persönlichen Gespräch alle Eure Fragen überzeugend beantworten?
  13. Fragt er im Hinblick auf Eure Anforderungen nach?
  14. Lässt er sich den Arbeitsablauf und die Anforderungen an die Mitarbeiter beschreiben?
  15. Sind die exemplarischen Seminarunterlagen professionell und verständlich aufgebaut?
  16. Stellt er Fragen zur Unternehmensphilosophie und zur Kommunikationsstrategie?
  17. Hat er sich vor dem Gespräch über Euch und/oder Euer Unternehmen informiert?
  18. Kennt er sich mit den aktuellen Entwicklungen der sozialen Netzwerke aus?
  19. Kann er komplexe Sachverhalte und Zusammenhänge verständlich erklären?
  20. Passt er sein Seminar an Euch und Eure Situation an?
  21. Gibt es ein schriftliches Seminarkonzept?
  22. Fragt er die Vorkenntnisse und das aktuelle Level der Seminarteilnehmer im Vorfeld ab?
  23. Kennt er sich in Eurer Branche aus?
  24. Bietet er eine Nachbetreuung der Seminarteilnehmer an?
  25. Ist er für die Seminarteilnehmer auch zwischen Schulungseinheiten erreichbar?
Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

Katharina Heder  |   20. Mai 2013 um 21:33 Uhr

Lieber Hr. Müller,

damit wir nicht erneut auf Twitter diskutieren müssen und den Überblick verlieren, erlaube ich mir, Ihnen heute hier zu schreiben 😉

Ich finde Ihren Artikel durchaus spannend, aber an einem Punkt stosse ich mich und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie für Abhilfe sorgen könnten:

Warum muss ein guter Dozent bloggen?

Natürlich gehört ein Blog heute zum guten Ton in der Onlinewelt, aber ich persönlich finde nichts abstossender als einen ungepflegten und leidenschaftslosen Blog. Mir selbst fehlt in Teilen oft die Zeit qualitativ hochwertige Beiträge zu formulieren und in entsprechender Form online zu stellen. So erklärt sich dann auch mein Verzicht auf Bilder in den eigenen Beiträgen.

Zeugt ein Nein zum Blog aufgrund von Zeitmangel nicht viel eher von Professionalität als der Versuch einen Blog zu führen, welcher sich dann in dem gut gemeinten Vorhaben erschöpft?

Beste Grüße

Christian  |   20. Mai 2013 um 21:38 Uhr

Guten Tag Frau Heder,

wo schreibe ich denn, dass ein Trainer oder Berater bloggen MUSS? Die Fragen dienen – wie im Artikel beschrieben – zur Orientierung.

Von absoluten Ausschlusskriterien oder zwingenden Voraussetzungen schreibe ich bewusst nicht, da die Entscheidung für oder gegen einen Trainer-Kollegen/Kollegin immer individuell zu treffen ist und von vielen Faktoren abhängt.

Gruß,
Christian Müller

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