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11.03.2013 Kommunikation Von: Christian Müller 3 Kommentare

Social Media und Soziale Arbeit: Das Tripelmandat als Herausforderung (Teil 1)

Social Media und Soziale ArbeitHinweis: Dieser Artikel ist der erste Teil einer Serie, die sich mit den Besonderheiten des Social Media Einsatzes in der Sozialen Arbeit beschäftigt. Weitere Artikel folgen in den kommenden Tagen und Wochen.

Soziale Arbeit und soziale Netzwerke – nicht nur vom Namen her sind die Parallelen dieser beiden Bereiche deutlich sichtbar. Social Media – und ja, das beinhaltet mehr als nur soziale Netzwerke – bieten Trägern und Einrichtungen im Sozialbereich zahlreiche Chancen und Optionen. Die Bandbreite ist breitgefächert und reicht von einem größeren gesellschaftlichen Verständnis bis hin zu einer stärkeren Verhandlungsposition bei Finanzierungsrunden.

Trotz dieses Potenzials findet Soziale Arbeit in den Social Media als Thema aktuell so gut wie gar nicht statt. Gründe gibt es dafür viele, angefangen vom fehlenden Verständnis bis hin zur Tatsache, dass nur wenige Social Media Arbeiter sich im Sozialbereich wirklich auskennen. Hier habe ich – und das ist jetzt ein reine Feststellung und kein Eigenlob – einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen Beratern und Kommunikatoren: Ich kommen als studierter Sozialpädagoge aus dem Sozialbereich und habe dort auch mehrere Jahre gearbeitet. Daher kenne ich die Besonderheiten dieses Bereiches. Eine davon: Das Tripelmandat, das sowohl in der Arbeit als auch in der Kommunikation zum Problem werden kann.

Das Tripelmandat der Sozialen Arbeit

Die Mitarbeiter der Sozialen Arbeit – und das ist unabhängig von der konkreten Ausbildung – bewegen sich stets in einem Spannungsfeld. Wie der Begriff des Tripelmandats bereits vermuten lässt, müssen sie die – sehr unterschiedlichen Erwartungen – dreier Parteien erfüllen:

  1. Klienten
    Die Klienten sind die offensichtlichste aller Parteien. Natürlich sind Sozialarbeiter – mit diesem Begriff schließe ich alle Ausbildungen und Berufe ein – den Menschen verpflichtet, mit denen sie konkret zusammenarbeiten. Die Interessen des individuellen Klienten müssen – im Rahmen des Machbaren – gewahrt werden.
  2. Rechtsstaatlichkeit
    Dieser Rahmen wird auch von den Erwartungen der zweiten Partei abgesteckt: der Rechtsstaatlichkeit, also den gesetzlichen Vorgaben. Diese geben nicht nur den Auftrag der sozialen Arbeit, sondern auch die Grenzen der Hilfe und Arbeit vor. So manche Unterstützung, die Sozialarbeiter gerne leisten würden, stößt an Grenzen, die nicht nur finanzieller Natur sind. Hier spielt auch die aktuelle Sozialpolitik eine entscheidende Rolle, die die Aufgaben der Sozialen Arbeit mit definiert.
  3. Kodex der sozialen Arbeit
    Nicht zu vergessen ist natürlich auch die dritte Partei, der Kodex der sozialen Arbeit. Auch wenn ich hier von dem Kodex in der Einzahl schreibe, gibt es mehr als eine Variante und keine allgemeine gültige Version. In einem sind sich alle Varianten jedoch einig: Sozialarbeiter und Mitarbeiter in sozialen Berufen sollten sich einem hohen ethischen und moralischen Standard im Umgang mit ihren Klienten und in ihrer Rolle als Mittler zwischen Gesellschaft, Klient und Träger verpflichtet fühlen. Diese Standards gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Das durch dieses Tripelmandat erzeugte Spannungsfeld ist in der täglichen Arbeit natürlich nicht ständig spürbar, dennoch kann es für Sozialarbeiter zu einer Belastung werden. Spätestens bei Budget-Verhandlungen oder aufwändigen Einzelfällen werden die durch das Tripelmandat bedingten Grenzen sichtbar.

Soziale Arbeit als Herausforderung der Social Media

Für die Kommunikation in den Social Media stellt das Tripelmandat ebenfalls eine Herausforderung dar. Natürlich müssen auch bei Firmen verschiedene Stakeholder und Zielgruppen über die Kommunikation erreicht und angesprochen werden. Dennoch sind die im Tripelmandat abgebildeten Interessen der Sozialen Arbeit ein Sonderfall. Da die verschiedenen Parteien teilweise konträre Erwartungen und Anforderungen mitbringen, muss sich auch die Kommunikation auf dem schmalen Grat zwischen allen Seiten bewegen.

Natürlich kann es sinnvoll und angebracht sein, temporär den Schwerpunkt auf bestimmte Themen und Interessen zu legen. Doch mittel- und langfristig müssen sich alle Auftraggeber der Sozialen Arbeit in der Kommunikation wiederfinden.

In den weiteren Teilen der Serie werde ich die einzelnen Erwartungen und mögliche Kommunikationsstrategien vorstellen. Nach dem Tripelmandat gehe ich dann auf weitere Besonderheiten der Sozialen Arbeit ein. Mein Ziel ist es, in dieser Serie alle wichtigen Aspekte der Social Media Kommunikation für Sozialarbeiter und Träger abzudecken. Ihr könnt Euch also auf mehrere Teile einstellen.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

[…] ersten Teil meiner Serie habe ich das Tripelmandat der Sozialen Arbeit beschrieben und dessen Herausforderungen […]

[…] – gesellschaftlichen Auftrag der Sozialen Arbeit. Fehlt also noch die dritte Partei, die das Tripelmandat mit prägt. Neben Klienten und Gesellschaft sind das die Träger sozialer Einrichtungen und […]

[…] der Fokus auf den Trägern sozialer Einrichtungen und Dienste. Damit sind alle drei Parteien des Tripelmandats der Sozialen Arbeit – Klienten, Gesellschaft und Träger – abgedeckt. Heute betrachte […]

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