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14.01.2013 Soziale Arbeit Von: Christian Müller 1 Kommentar

Social Media und Soziale Arbeit: Perfekte Kombination mit enormen Potenzial

TeamVereinAuch wenn ich heute nicht mehr direkt dort arbeite: Meine professionellen Wurzeln liegen als Diplom Sozialpädagoge ganz klar in der Sozialen Arbeit. Aktuell berate und betreue ich einige soziale Einrichtungen, Vereine und Träger bei der Konzeption ihrer Öffentlichkeitsarbeit und dem Einstieg in die Social Media. Wenn ich über diese Projekte spreche, ernte ich oft ungläubige Blicke und großes Staunen. Warum um alles in der Welt sollten sich soziale Einrichtungen denn bitte in den Social Media präsentieren? Diese Frage steht dann – meist unausgesprochen – schnell im Raum. Ehrlich gesagt ist das aus meiner Sicht jedoch die falsche Frage. Ich stelle da eine ganz andere: Wie können sich soziale Einrichtungen denn nicht in den Social Media engagieren? Sie passen doch so perfekt zusammen!

Okay, mir ist klar, dass ich das ein wenig genauer erklären muss. Die Gemeinsamkeiten von Sozialer Arbeit und Social Media beschränken sich aus meiner Sicht nicht auf den Namen. Nein, von Struktur und Ausrichtung her sind die Social Media – und damit meine ich nicht nur die sozialen Netzwerke – ideal für die Soziale Arbeit geeignet. Dabei denke ich nicht in erster Linie Vorschläge wie die einer Facebook-Sprechstunde, online organisierter Selbsthilfegruppen oder ähnliche.

Diese Vorschläge gibt es bereits und sie haben teilweise durchaus ihre Berechtigung. Doch erstens kollidieren solche Ansätze meist mit den in Deutschland strengen Datenschutzvorgaben und zweitens fokussieren sie sich auf einen zu kleinen Bereich. Im operativen und praktischen Einsatz sind die Social Media für die Soziale Arbeit zwar sicherlich nutzbar, doch das wahre Potenzial geht weit darüber hinaus.

Menschen ansprechen, erreichen und anziehen

Warum ich die Kombination von Sozialer Arbeit und Social Media für so perfekt halte? Weil soziale Einrichtungen, Sozialarbeiter und -pädagogen die folgenden Ziele verfolgen:

Für all diese Ziele sind Reichweite, ein leichter Zugang zu Menschen aller Altersklassen, eine hohe Sichtbarkeit der Themen und eine einfache Nutzung der Kommunikationskanäle – auch durch die Klienten – notwendig und hilfreich. Genau das bieten die Social Media.

Potenzial für Träger, Mitarbeiter und Klienten

Sicher, Reichweite und Sichtbarkeit müssen auch in den Social Media durch strategisches Engagement mit Zeit und Ressourcen aufgebaut werden. Und ein signifikanter Einfluss auf gesellschaftliche und politische Prozesse lässt sich nicht ausschließlich über die Social Media erreichen. Doch Social Media kann und sollte eine zentraler Bestandteil der Kommunikation der Sozialen Arbeit sein – und zwar in beide Richtungen.

Die aktive Kommunikation nach außen, um die Interessen der Sozialen Arbeit und ihrer Klienten zu vertreten, ist da nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite besteht darin, die Social Media – und hier speziell die sozialen Netzwerke – auch als niederschwelliges Kommunikationsangebot für Klienten anzubieten. Dass in einem Facebook-Chat nicht unbedingt persönliche Probleme diskutiert werden sollten – wobei es auch diese Angebote in ähnlicher Form bereits gibt – ist diskussionswürdig. Doch es spricht nichts dagegen, die erste Kontaktaufnahme per Nachricht an die Facebook-Seite eine Jugendhauses oder über andere soziale Netzwerke zu ermöglichen.

Die eigentliche Arbeit wird in der Regel dann persönlich und vor Ort stattfinden, nur: Dort kommen viele Klienten ohne einen Kontakt gar nicht erst hin. Genau hier können die Social Media als Kontaktangebot hilfreich und nützlich sein. Dass – eine gewisse Reichweite vorausgesetzt – die Social Media auch für themenzentrierte Kampagnen genutzt werden können, versteht sich von selbst.

Für mich bleibt als Fazit: Social Media bieten der Sozialen Arbeit, den Trägern, Einrichtungen, Mitarbeitern und Klienten, enorme Möglichkeiten. Jetzt müssen sie diese “nur” noch erkennen.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

[…] die Kommunikation in den Social Media stellt das Tripelmandat ebenfalls eine Herausforderung dar. Natürlich müssen auch bei Firmen […]

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