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07.02.2012 Studium Von: Christian Müller 7 Kommentare

Startschwierigkeiten – 10 Tipps gegen die Schreibblockade

Jeder Student – und natürlich auch jede Studentin – hat das schon mal erlebt: Sie sollten unbedingt die Ausarbeitung, Projekt- oder Bachelorarbeit beginnen und haben auch schon das gesamte Material greifbar. eigentlich müssten Sie jetzt nur noch Ihren Text schreiben und fertig wäre die Arbeit. Eigentlich, denn genau daran hängt es oft. Sie sitzen vor dem leeren Blatt oder – was heutzutage wahrscheinlicher ist – vor dem leeren Bildschirm und ringen um Worte. Doch es wollen Ihnen partout keine einfallen. Sie beginnen Sie den Text, löschen die Worte wieder und wiederholen diesen Vorgang immer und immer wieder. Und je öfter Sie das tun, desto größer wird Ihre Frustration und natürlich verfestigt sich dadurch auch Ihre Schreibblockade. Das ist wiederrum neue Nahrung für Ihre Frustration und je größer die wird… stopp! Das reicht! Spätestens an dieser Stelle sollten Sie den sich anbahnenden Kreislauf unbedingt unterbrechen, denn sonst wird es wirklich schwer, noch irgendeinen vernünftigen Satz auf den Bildschirm zu bringen. Und so schlimm ist eine Schreiblockade auch nicht, denn es gibt Strategien dagegen.

Doch um irgendeine wie auch immer geartete Strategie umzusetzen, gibt es eine Voraussetzung: Bleiben Sie ruhig und machen Sie sich selbst keinen Druck. Das schreibt sich leicht und mir ist absolut klar, dass die eine oder andere Arbeit erst am Abend vor der Abgabe begonnen wird. Dennoch hilft es Ihnen gar nichts, wenn Sie jetzt hektisch werden. Sie haben durchgeatmet? Sie sind ruhig und bereit, Ihre Schreibblockade systematisch anzugehen? Wunderbar, dann kommen jetzt zwölf Strategien, mit denen Sie auch die hartnäckigste Schreibblockade knacken. Und falls gar nichts hilft, melden Sie sich in den Kommentaren, auf Facebook, Twitter, Google+ oder per E-Mail, dann suchen wir gemeinsam nach einer Lösung.

12 Strategien gegen Schreibblockaden

  1. Beginnen Sie NICHT mit der Einleitung. – Auch wenn die Einleitung am Anfang der Arbeit steht, fangen Sie auf keinen Fall damit an. Denn eine Einleitung soll ja zum folgenden Text passen. Gerade deshalb fällt Ihnen der Einstieg schwer, so lange der restliche Text noch nicht fertig ist. Beginnen Sie statt dessen mit einem der späteren Kapitel, das fällt Ihnen oft deutlich leichter.
  2. Strukturieren Sie Ihre Arbeit. – Auch wenn Sie normalerweise direkt mit dem Schreiben beginnen, um Ihre Schreibblockade zu umgehen, sollten Sie es mit einer vorab Strukturierung Ihrer Arbeit versuchen. Diese können Sie in einer Mindmap oder in einer Liste vornehmen. Die Liste hat den Vorteil, dass Sie damit bereits eine erste Version Ihres Inhaltsverzeichnisses erstellen.
  3. Lenken Sie sich ab. – Wenn es mit dem Schreiben so gar nicht klappen will, hilft vielleicht nur ein Themenwechsel. Lenken Sie sich ab, tun sie für 15 – 20 Minuten etwas völlig anderes und denken Sie dabei möglichst überhaupt nicht an die vor Ihnen liegende Ausarbeitung. Danach hat sich Ihre Schreibblockade möglicherweise in Wohlgefallen aufgelöst.
  4. Schreiben Sie Stichworte. – Vielleicht ist nicht der Inhalt, sondern die Formulierung das Problem, das Sie vom Schreiben abhält. In diesem Fall beginnen Sie damit, Stichworte und Halbsätze zu sammeln, die Sie in dem aktuellen Kapitel verwenden wollen. Nach einigen Minuten fällt Ihnen das Schreiben oft schon deutlich leichter und auch die Formulierungen ergeben sich mehr oder weniger von selbst.
  5. Schreiben Sie drauf los. – Zugegeben, diese Methode ist etwas radikal und sicherlich nicht die produktivste aller Optionen, besser als eine Schreibblockade ist sie jedoch allemal. Schreiben Sie einfach drauf los, egal was Ihnen einfällt, Sie schreiben es auf. Dabei muss das Geschriebene nicht mit der Ausarbeitung zu tun haben, alle Themen und Formulierungen sind erlaubt, nichts ist verboten. Diese Methode funktioniert so ähnlich wie die Morgenseiten aus dem Buch “Der Weg des Künstlers im Beruf“. Dabei schreiben Sie jeden Morgen drei Seiten A4 handschriftlich auf, um Ihre Gedanken zu verschriftlichen und zur Ruhe zu kommen. Bei einer Schreibblockade geht es schlicht und ergreifend nur darum, den Schreibprozess zu beginnen. Dabei spielt nicht unbedingt eine Rolle, ob der Text dabei Sinn ergibt. Wichtig ist der Akt des Schreibens.
  6. Beginnen Sie handschriftlich. – Mit hoher Wahrscheinlichkeit verfassen Sie Ihre Ausarbeitungen direkt am am Computer. Das machen fast alle Studenten so und es ist natürlich auch sinnvoll, denn handschriftliche Ausarbeitungen nehmen die wenigsten Universitäten und Fachhochschulen noch an. Außerdem erleichtert Ihnen das Schreiben am Computer den Schreibprozess und die Verwendung von Fußnoten ganz enorm. Doch wenn Sie Probleme haben, mit dem Schreiben anzufangen, kann es sinnvoll sein, Ihre Ausarbeitung handschriftlich zu beginnen. Mag sein das Sie sehr viel langsamer schreiben als Sie tippen, doch wenn Sie überhaupt mit dem Schreiben beginnen können, ist das bereits ein deutlicher Fortschritt. Wenn Sie dann merken, dass Ihnen des Schreiben immer leichter fällt, können Sie natürlich auf den Computer umsteigen.
  7. Verwenden Sie einen einfachen Vollbild-Editor. – Die meisten Studenten außerhalb der technischen und naturwissenschaftlichen Studiengänge verwenden Microsoft Word oder Open Office, um Ihre Arbeiten zu schreiben. In den eher technisch und naturwissenschaftlich orientierten Studienbereichen wird oft ein LATEX-Editor verwendet. In beiden Fällen macht es jedoch Sinn, den Text zu Beginn nicht in dem normalerweise verwendeten Programm zu schreiben. Denn Programme wie Darkroom und Writeroom bieten einen ablenkungsfreien Vollbildmodus, in dem Sie sich ganz auf das Schreiben konzentrieren können. Sicher, für die spätere Bearbeitung eignen sich diese Editoren nicht, denn es sind weder umfangreiche Formatierungen noch Quellennachweise möglich. Doch für das erste Schreiben sind diese Programme optimal.
  8. Beginnen Sie mit den Zitaten und Fußnoten. – Das klingt jetzt sicherlich komisch für Sie, wie bitte sollen Sie denn mit Zitaten und Fußnoten beginnen, wenn noch gar kein Text geschrieben ist? Zum Beispiel in dem Sie alle Zitate, die Sie in einem Kapitel verwenden wollen, in genau dieses Kapitel eingeben. Sicher sieht das dann erst mal komisch aus, wenn sich auf einer Seite nur Zitate befinden. Und natürlich macht das die spätere Bearbeitung nicht ganz einfach, denn wenn Sie beispielsweise 50 Zitate in verschiedenen Kapiteln haben, müssen Sie diese ja ordentlich in den Text integrieren. Doch so weit kommt es meistens gar nicht, denn meiner Erfahrung nach fällt den meisten Studenten spätestens nach dem fünften oder sechsten eingefügten Zitat ein, welchen Text Sie dazu schreiben können.
  9. Wechseln Sie die Perspektive. – Betrachten Sie Ihre Ausarbeitung aus der Sicht Ihres Professors oder Dozenten. Was würde dieser denn schreiben beziehungsweise wie würde er sich dem Thema in einer Vorlesung nähern? Wenn Sie sich das vorstellen können, wissen Sie bereits, wie Sie Ihren Text beginnen.
  10. Bewegen Sie sich. – Manchmal wirken zehn Minuten an der frischen Luft Wunder. Wenn Sie – was bei den aktuell niedrigen Temperaturen verständlich ist – nicht unbedingt raus wollen, reicht auch etwas Bürogymnastik. Hauptsache, Sie bringen Ihren Kreislauf in Schwung.
  11. Schreiben Sie an einem anderen Ort. – Schnappen Sie sich Ihren Laptop und ab ins Café oder – falls Sie Ruhe brauchen, in die Bibliothek mit Ihnen. Oft reicht schon ein einfacher Ortswechsel um neue Inspiration zu finden und die Schreibblockade zu überwinden. Natürlich eignen sich auch iPad und Co. – am besten mit Bluetooth-Tastatur – als mobile Schreibmaschine.
  12. Schreiben Sie über ein anderes Thema. – Wenn Sie so gar nicht mit Ihrer Ausarbeitung beginnen können, schreiben Sie einfach über ein anderes Thema. Vielleicht haben Sie noch eine andere Arbeit zu schreiben, schreiben einen Artikel für Ihr Blog oder führen Tagebuch. Wenn Ihnen das Schreiben über das andere Thema nach einigen Minuten leicht fällt, können Sie ja zu Ihrer Ausarbeitung zurückkehren.
Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

[…] Schreiben – für so manchen Studenten hat dieses Wort nach der ersten Studienarbeit einen bedrohlichen, unheilvollen Klang. Schnell werden Sie wieder lebendig, die Stunden vor dem Computer, die Frustration und die durchwachten Nächte vor dem Abgabetermin. Diese Beschreibung trifft perfekt auf Sie zu? Dann lautet mein Tipp: Fangen Sie an zu bloggen, etwas besseres können Sie für sich und Ihr Studium nicht tun. […]

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[…] Daher mutet es vielleicht ein wenig seltsam an, wenn ich hier jetzt ganz öffentlich sage: Schreibblockaden kenne ich seit Jahren nicht […]

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