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20.11.2013 Kommunikation, Podcast Von: Christian Müller 6 Kommentare

Vertrau Deinem Content – Sozialgespräch 19 #Podcast

Vertrau Deinem Content - Sozialgespräch 19 #PodcastIn den letzten Tagen und Wochen wurde ich verschiedenen Netzwerken von zahlreichen Personen und Unternehmen öffentlich angesprochen. Tenor: “Schau Dir mal meinen/unseren Artikel an. Was hälst Du davon? Wie sieht Deine Meinung dazu aus?” Auf den ersten Blick durchaus legitime Fragen, hinter denen viel zu oft jedoch plumpes Push-Marketing des eigenen Contents steht. Diese Form des Marketings empfinde ich als enorm übergriffig – und lehne sie genau deshalb für mich ab.

Selbst wenn eine direkte – unvorbereitete, dieser Aspekt ist mir wichtig – Ansprache nicht als Push-Marketing gemeint ist, kann sie schnell so wirken. Außerdem vermittelt eine solche Kommunikation für mich – und ja, das ist rein subjektiv – drei alles andere als positive Botschaften:

  1. Der Adressat wird implizit unter Zug- und Antwortzwang gesetzt.
  2. Die direkte Ansprache wirkt – wenn noch keine kommunikative Grundlage oder regelmäßiger Austausch etabliert ist – übergriffig und kann den Angesprochenen abschrecken.
  3. Es kann so wirken, als würde der Absender der Qualität seines Contents nicht vertrauen und müsste diesen mit – mehr oder weniger sanfter Gewalt – pushen.

Der letztgenannte Punkt ist für mich heute entscheidend.

Qualität spricht (fast) für sich

Wenn der Eindruck entsteht, dass Autoren, Podcaster oder Videografen ihrem Content und dessen Qualität nicht vertrauen, leidet darunter nicht nur der konkrete Inhalt, sondern auf Dauer auch die Reputation des Contenterstellers. Es könnte die Frage entstehen: Wenn er selbst seinem Content nicht vertraut, warum sollte ich mir diesen dann überhaupt anschauen?

Dieser Gedankengang wird bei den meisten Menschen natürlich nicht bewusst ablaufen. Doch unbewusst kann dieses Muster durchaus auftreten und die Entscheidung und Wahrnehmung der jeweiligen Person beeinflussen. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Du auf das Teilen Deines Contents in den sozialen Netzwerken verzichten sollst. Das “fast” in der Zwischenüberschrift trägt der Tatsache Rechnung, dass es absolut naiv wäre, eigenen Content nicht mit der Zielgruppe zu teilen.

Doch es gibt für mich einen großen Unterschied zwischen dem Teilen von Content und der direkten – und ohne solide Beziehung für mich übergriffigen – Ansprache. Investiere Deine Zeit statt in aufwändiges Marketing lieber in die Qualität Deines Contents, denn die zahlt sich deutlich nachhaltiger und spürbarer aus, als alle Werbemaßnahmen und begründet Deine Reputation. Auf diesen Grundsatz gehe ich in der 19. Ausgabe des Sozialgespräch Podcasts ausführlich ein.

Echtes Interesse oder Push-Marketing – ein feiner Unterschied

Auch wenn es im Artikel bisher vielleicht so wirkt, steht natürlich nicht hinter jeder direkten Ansprache plumpes Push-Marketing. Manchmal steckt dahinter auch echtes Interesse. Theoretisch ist mir das durchaus klar. Praktisch habe ich das heute jedoch leider vergessen. Als mich Judith Torma Gonçalves – auf Twitter besser bekannt als @Rednermacherin – nach meiner Meinung zu einem ihrer Artikel und zu dessen Thema fragte, reagierte ich kurz, knapp, deutlich – und falsch.

Ganz automatisch unterstellte ich ihr – ohne mir dessen in diesem Augenblick bewusst zu sein – dass sie ihren Artikel durch den Tweet pushen und nur Aufmerksamkeit generieren wollte. Bei der anschließenden Konversation – der größte Teil davon via Twitter Direktnachricht – stellte sich dann heraus, dass sie wirklich nur an meiner und der Meinung anderer Twitterer zum Thema interessiert war.

Kurz gesagt: Es war ehrliches Interesse ohne Hintergedanke, der sie zur direkten Ansprache veranlasst hat. Geprägt von zahlreichen anderen, auf Push-Marketing ausgelegten, Ansprachen reagierte ich falsch. Warum ich diese Begebenheit hier erwähne: Erstens weil sie ein Auslöser für diesen Podcast und Artikel war. Zweitens, weil ich Euch davor warnen möchte, meinen Fehler zu wiederholen. Ja, direkte Ansprachen ohne eine bestehende Kommunikationsbeziehung sind oft plumpes Push Marketing des eigenen Contents. Nein, das ist nicht immer der Fall. Die Abwägung der beiden Optionen werde ich künftig wieder bewusster vornehmen und mehr hinterfragen, bevor ich urteile. Danke, Judith, für Inspiration und Reflexionsanlass und sorry für die falsche Einschätzung.

P.S.: Die Übersicht aller Sozialgespräch Folgen findet ihr hier. Den Podcast könnt ihr auch per RSS-Feed oder bei iTunes abonnieren. Dort freue ich mich auch über Eure Kommentare und Bewertungen. Und wenn ihr den Podcast teilen und empfehlen wollt, ist Euch mein Dank ebenfalls gewiss.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

Gerhard Schröder  |   20. November 2013 um 18:53 Uhr

Es ist eine Gratwanderung. Ich sende Dir ja auch ab und zu im Austausch Links zu über unsere gemeinsame Themenwelt. Versuche nur die relevanten Sachen “zuzuspielen”. Den Rest sollte die Timeline – auf jeder Plattform – regeln. 😉

Christian  |   20. November 2013 um 18:57 Uhr

Wir kennen uns aber auch Gerhard. 😉 und du sendest meist privat und nicht öffentlich. Ist für mich schon was anderes. 😉

Workflow für Blogger: In 5 Schritten zum Artikel  |   14. Februar 2014 um 18:58 Uhr

[…] einen meiner Meinung nach hervorragenden Artikel geschrieben, den ich Euch hier empfehle. Und ja, Content Marketing funktioniert auch für KMUs. Doch gerade wegen seines Erfolgs wird der Begriff Content Marketing viel zu häufig und falsch […]

Eine Frage für Content: Kennst Du Deine Themen?  |   23. September 2014 um 19:07 Uhr

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[…] wird viel Potenzial verschenkt. Selbst der beste Content wirkt nur dann wirklich gut, wenn er auf die Plattform zugeschnitten wird. Die Reichweite […]

ABC des Bloggens: B wie Business  |   13. November 2014 um 15:34 Uhr

[…] Vertrau Deinem Content, investiere in seine Qualität und überzeuge durch Deine Arbeit und Deine Inhalte. Und halte durch. Denn dieser Ansatz braucht Zeit, bis er sich auszahlt. Wenn Du jedoch strategisch ran gehst, wird er sich auszahlen. Kollegin Kerstin Hoffmann hat vor einiger Zeit einen sehr lesenswerten Artikel geschrieben, in dem sie vor klassischen Fehlern bei diesem Ansatz warnt. […]

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