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08.01.2014 Kommunikation Von: Christian Müller 3 Kommentare

Vorsicht Filterbubble: Social Media nicht überschätzen

AchtungVorsichtHilfe ein Shitstorm!” – Diesen Satz habe ich im vergangenen Jahr immer wieder von dem einen oder anderen Unternehmen per E-Mail, Skype oder Direktnachricht in den sozialen Netzwerken gelesen. So mancher Kunde bekam angesichts einiger negativer Kommentare die Panik. Bei genauerer Betrachtung stellte sich in allen Fällen heraus, dass die vermeintlichen Shitstorms gar keine waren und genau gar keine Probleme verursachten. Andere Kunden und Unternehmen wollten ihre Kommunikation dagegen aufgrund einiger Kommentare auf Facebook, Twitter und im Corporate Blog völlig neu ausrichten. Beide Extreme sind bei KMU – nicht nur in Deutschland – leider recht weit verbreitet und basieren auf einem Risiko, das nicht unterschätzt werden darf: Der selektiven Wahrnehmung durch die Filterbubble.

Anders formuliert: Soziale Netzwerke, Kommentare und Online-Kommunikation sind wichtig, doch sie bilden für viele Unternehmen – und das gilt besonders für KMU – nicht unbedingt die Meinung, Stimmung oder Bedürfnisse der Kundschaft ab. Auch wenn 80 Prozent der Deutschen einigen Studien zur Folge bereits online sind, meldet sich doch nur ein kleiner Teil der Kunden online wirklich zu Wort. Kommentare und aktive Netzwerkpartner stellen nur einen Ausschnitt der Meinungen und Themen dar, der nicht überbewertet werden darf.

Social Media: Wichtig, aber nicht Nabel der Welt

Vor allem bei Unternehmen, die sich nach langem Zögern an die Social Media Kommunikation wagen und dann von den neuen Möglichkeiten begeistert sind, beobachte ich oft einen gewissen Realitätsverlust. Das ist kein Vorwurf, sondern lediglich eine Feststellung und aus meiner Sicht auch völlig nachvollziehbar. Mitarbeiter und Führungskräfte haben oft viele Hürden und Bedenken überwunden, sind beim Start dann entsprechend begeistert und gehen voller Euphorie an die Arbeit.

Kommunikation sollte immer im gesamten Unternehmenskontext
gedacht und umgesetzt werden.

Das ist lobenswert, kann jedoch zu einem echten Problem werden. Denn wenn durch die Euphorie Social Media zu viel Gewicht erhält und bewährte Kommunikationskanäle dadurch in der Hintergrund rücken, kann das zu Lasten der gesamten Unternehmenskommunikation und der Kundenbeziehungen gehen. Social Media sind wichtig keine Frage, doch Unternehmen sollten…

Mir ist bewusst, dass einige Unternehmen und Geschäftsführer das als Widerspruch zu meinen bisherigen Artikeln zu Social Media und Unternehmenskommunikation empfinden werden. Doch das ist es nicht. Wichtig ist mir, dass Kommunikation immer im gesamten Unternehmenskontext gedacht und umgesetzt werden muss. Und dazu gehören nicht nur Social Media und Online-Kanäle – so begeistert ich auch von ihnen bin – sondern auch zahlreiche Offline-Kanäle und viel persönlicher Austausch und Engagement. Diese Balance darf nie ignoriert werden und die Online-Filterbubble sollte nie zu viel Gewicht und Bedeutung erhalten.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

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[…] Mit Sicherheit ist im Fall Zalando einiges nicht richtig gelaufen und die Arbeitsbedingungen werden überprüft werden müssen. Aber die Zahlen ließen schon ziemlich zügig zeigen, dass nicht viel mehr als die übliche Welle hinweg gehen wird. […]

Shitstorm? Wie? War was? - Maik Meid Content Fundraising  |   6. September 2016 um 20:26 Uhr

[…] Mit Sicherheit ist im Fall Zalando einiges nicht richtig gelaufen und die Arbeitsbedingungen werden überprüft werden müssen. Aber die Zahlen ließen schon ziemlich zügig zeigen, dass nicht viel mehr als die übliche Welle hinweg gehen wird. […]

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