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07.12.2012 Studium Von: Christian Müller

Wissenschaftliches Arbeiten: Wichtige Grundlagen – auch für den Job

Wem von Euch macht wissenschaftliches Arbeiten so richtig Spaß? Bitte mal die Hand heben. Eins, zwei, drei, vier… lasst es mich so sagen: Die Zahl dürfte sich in Grenzen halten. Damit meine ich explizit nicht den Prozess, in dem ihr Euch neues Wissen erschließt, Zusammenhänge herstellt und ein Thema aufarbeitet. Nein, mir geht es ganz konkret um die Umsetzung der formalen Vorgaben wissenschaftlichen Arbeitens. Ich kenne so einige Studenten, doch die wenigsten von ihnen haben Spaß an Zitier-Richtlinien und den Vorgaben für korrekte Quellenangaben. Ja, das penibel genaue Arbeiten nach Richtlinien kann nerven.

Viele Studenten – zumindest die, die nicht im wissenschaftlichen Betrieb bleiben wollen – freuen sich daher auf den Tag, an dem sie all das hinter sich lassen und wissenschaftliches Arbeiten abhaken können. Nur: Das sollte ihr gar nicht, denn die grundlegenden Arbeitstechniken könnt ihr auch in Job und Privatleben hervorragend einsetzen.

Methodische Grundlagen für alle Lebenslagen

Falls sich das jetzt einige von Euch fragen: Nein, ich bin nicht verrückt geworden und ja, ich meine das völlig ernst. Denn auch wenn Euch die exakten Vorgaben und stundenlange Literaturrecherche und -arbeit auf die Nerven gehen: Sie sind sinnvoll. Sicher, die exakte Umsetzung bis auf das letzte Komma beschränkt sich tatsächlich auf den wissenschaftlichen Bereich, doch die Fähigkeit, ein Thema methodisch zu bearbeiten, braucht ihr in wirklich allen Lebensbereichen.

Konkret könnt ihr vom wissenschaftlichen Arbeiten die folgenden Prinzipien mitnehmen:

Die Ausprägung der einzelnen Fähigkeiten und Grundsätze hängt natürlich von Eurem Studienthema ab. Doch grundsätzlich werden all diese Fähigkeiten durch – ernsthaft betriebenes – wissenschaftliches Arbeiten geschult.

Nutzt das Potenzial

Die Betonung liegt jedoch auf „ernsthaft“. Wenn ihr in den Seminaren zum wissenschaftlichen Arbeiten nur pro forma drin sitzt, die meiste Zeit gedanklich nicht bei der Sache seid und Euch auch bei den Studienarbeiten wenig Mühe gebt, könnt ihr davon keinen Lerneffekt erwarten. Anders formuliert: Nur wer sich aktiv und ernsthaft mit dem wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt, kann auch das Potenzial voll ausschöpfen.

Bevor jemand fragt: Nein, das habe ich während meines Studiums der Sozialpädagogik selbst auch nicht begriffen oder erkannt. Aber ich wünschte, ich hätte es. Einige Grundlagen habe ich sicherlich mitgenommen, doch während des Studiums war ich definitiv kein Fan des wissenschaftlichen Arbeitens, ganz und gar nicht. Mir gingen die exakten Vorgaben, die engen Grenzen und die gestelzte Sprache gehörig auf die Nerven. Gut, was die übertrieben wissenschaftliche Formulierung von Texten betrifft, hat sich das bis heute nicht geändert.

Doch im Hinblick auf die methodischen Grundlagen kann ich Euch nur empfehlen, Euch diese möglichst umfassend und gründlich anzueignen. Ich musste mir viele Methoden im Nachhinein noch mal aneignen, ihr solltet Eure Chance gleich nutzen.

Vorteile in Job und Privatleben

Tut ihr das, könnt ihr damit auch im Job punkten. Große Projekte mit verschiedenen Kunden, Firmen und Teams ähneln stark den komplexen Strukturen wissenschaftlicher Projekte. Konzepte und Analysen weisen Parallelen zu wissenschaftlichen Theorien auf und wer im Studium gelernt hat, über sein Fachgebiet hinaus zu denken, kann das auch im Job. Zudem mag das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten vielleicht nicht Eure Lieblingsbeschäftigung sein, doch spätestens beim ersten großen Angebot oder der ersten Projektbeschreibung werdet ihr für die Erfahrung dankbar sein.

Auch im Privatleben können Euch die erworbenen Fähigkeiten zu Gute kommen. Das Erfassen und Verstehen großer Textmengen kommt Euch beispielsweise beim Schriftverkehr mit Behörden oder der Einarbeitung in Gesetzestexte und Vorschriften zu Gute. Und wer eine Bachelor- oder Master-Arbeit mühevoll erstellt hat, kann auch für andere Vorhaben Geduld und Ausdauer aufbringen. Macht Euch „einfach“ immer wieder bewusst, was ihr im Studium alles wirklich lernen durftet. Ihr werdet feststellen, dass sich vieles auch im Alltag anwenden lässt.

Daher: Nehmt das wissenschaftliche Arbeiten ernst. Es zahlt sich zigfach aus.

Porträt Christian Müller

Christian Müller

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Christian unterstützt als Kommunikationsberater Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, KMU und Start Ups auf dem Weg in die digitale Kommunikation. Mit seinen Kunden entwickelt er Kommunikationsstrategien, schult Mitarbeiter und hilft dabei, die nötige Kompetenz inhouse aufzubauen. Das Ziel: Die individuell wichtigen Menschen zu erreichen, Gespräche zu initiieren und tragfähige (Kunden) Beziehungen aufzubauen.

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