3 Kreativübungen – Themenfindung für deinen Blog leicht gemacht

Auf dem Bild sieht man einen Laptop auf dem getippt wird. Aus dem Bildschirm des Laptops explodieren bunte Farben.

Themenfindung ist manchmal wirklich schwer. Auch wir brauchen hin und wieder etwas Hilfe. Doch wie behelfen wir uns? Unter anderem mit diesen 3 Kreativübungen, die euch dabei helfen können, ein Thema für euren nächsten Artikel zu finden.

Ich schreibe mittlerweile seit 4 Jahren Blogartikel. Es gibt aber eine Sache, die auch mir immer und immer wieder passiert. Das berüchtigte weiße Blatt. Okay, in der heutigen Zeit eher das berüchtigte leere Word-Dokument. 

Und oft genug liegt es nicht nur daran einen Anfang zu finden. In vielen Fällen ist schon das Finden eines Themas unfassbar schwer. Hier und da gibt es glückliche Eingebungen, die dann sogar als Blogartikel funktionieren. Aber Hand aufs Herz, wie oft fragt ihr euch selbst: Wie finde ich ein Thema für einen guten Blogartikel? 

Ich frage mich das oft genug und genau deswegen schreibe ich heute diesen Artikel. Vor kurzem habe ich eine Fortbildung gemacht und dort wurde unter anderem auch über das Thema Blogartikelthemen finden gesprochen. Da wurde ich an etwas erinnert, was im alltäglichen Workload oft untergeht. Es gibt genug Kreativübungen, die einem eine gute Stütze sein können. 

Was die Leser*innen lesen wollen 

Und genau darum soll es heute in diesem Artikel gehen. Welche Kreativübungen machen wir bei sozial-pr? Und welche Kreativübungen würden wir gerne noch integrieren? 

Ich werde zum Schluss noch einen kurzen Abstecher in Richtung KI, wie Neuroflash und ChatGPT, zur kreativen Arbeit machen, aber darauf möchte ich tatsächlich nicht mein Hauptaugenmerk legen, egal wie hilfreich solche Tools mittlerweile sein können. 

Mir geht es nicht darum über das Stichwort Content-Plan oder Redaktionsplan zu schreiben. Dazu gibt es einen wunderbaren Artikel meiner geschätzten Kollegin Stefanie Kowalski. Doch jede Planung hat einen Anfang und manchmal ist das Füllen eines solchen Plans eine gefühlte Unmöglichkeit. 

Und denkt bitte immer daran: Denkt aus der Sicht eurer Leser*innen. Was möchten eure Leser*innen bei euch lesen? Berücksichtigt ihr das von Anfang an mit, helfen diese drei Übungen sicherlich dabei ein Thema zu finden. 

Und lasst euch nicht von dem Wort kreativ einschüchtern. Jeder Mensch kann kreativ sein, auch wenn es vielleicht den ein oder anderen unter euch geben mag, der daran zweifelt. In diesem Video wird gut erklärt, warum wirklich jeder Mensch kreativ sein kann.

Die drei Kreativübungen  

Die drei Übungen sind bewusst sehr unterschiedlich gewählt. Bei manchen geht es auf direkten Wegen zum Thema. In einer anderen geht es vor allem darum schon einmal das Format festzulegen. Jede Übung hat ihre Vor- und Nachteile. Manchmal lohnt es sich auch einfach alle drei Übungen zu machen. 

Kreativübung 1: Von A bis Z ist alles dabei 

Diese Übung habe ich selbst zum ersten Mal in meiner Fortbildung gemacht und war direkt begeistert. Alles, was ihr braucht, ist ein Stift und ein Blatt Papier. Nun sucht euch einen Begriff aus eurem Arbeitsalltag aus. Das Ganze kann Solo durchgeführt werden, doch im Team entstehen noch einmal völlig andere Berührungspunkte und es kann sich lohnen, die Übung mit allen Zuständigen zu machen. 

Um es für euch exemplarisch zu machen, nehme ich selbst den Begriff Social Media. 

Ihr habt euer Wort? Prima! Und jetzt räumt euch zwischen 1 und 3 Minuten ein. Wir selbst machen meistens 3 Minuten, allerdings kann der Zeitdruck bei 1 Minute noch einmal helfen nicht zu lange über einen Begriff zu grübeln, sondern ihn einfach hinzuschreiben. 

Wenn die 3 Minuten um sind 

In diesen 1 bis 3 Minuten überlegt ihr euch für euren Begriff von A bis Z Themen, Adjektive oder Nomen, die euch dazu einfallen. Das kann schier alles sein! Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. 

Social Media z. B., da fallen mir spontan diese fünf Begriffe zu ein: Plattform, Content, Bild, Video und Anfang. Ich bin mir sehr sicher, dass ihr in 3 Minuten deutlich mehr Begriffe von A bis Z für euer Thema findet. 

Am Ende schaut ihr euch euer Ergebnis an. Was habt ihr gefunden? In meinem Fall sehe ich direkt eine Idee für einen Blogbeitrag: Wie fange ich mit Social Media an? Oder 10 Tipps für einen guten Start mit Social Media. Alles aus der Kombi Social Media und Anfang heraus. 

In einer anderen Übung haben wir das Wort Digitalkamera gehabt, einige Teilnehmer hatten fantastische Ideen und so kamen wir auf einen Blogartikel, der in etwa diesen Titel trug: Die besten Herbstbilder – worauf muss geachtet werden. 

Natürlich sind das immer nur grobe Ideen, aber ihr werdet merken, je mehr Begrifflichkeiten ihr allein oder gemeinsam sammelt, umso leichter kann euer Kopf daraus ein Thema basteln. 

Wir von sozial-pr kannten diese Kreativübung noch nicht, waren aber alle direkt so begeistert davon, dass wir diese in jedem Fall nun deutlich öfters nutzen werden. Um dieses Wissen nicht immer wieder von vorne sammeln zu müssen, bietet es sich an die gefunden Worte in einer Art internem Wiki zu notieren. Irgendwann habt ihr zu euren beruflichen Hauptbegriffen einen wunderbaren Wörterpool, aus dem ihr in vollen Themen schöpfen und kombinieren könnt. 

Kreativübung 2: Formatbingo ist verdammt nützlich

Die erste Übung war vor allem darauf ausgelegt über Schlagworte zu einem Thema zu kommen. Manchmal lohnt es sich aber auch einfach über ein Format ein Thema zu finden. 

Notiert euch 5 bis 9 Formate, die ihr für euren Blogartikel nutzen könntet. Seien es Tipps-und-Tricks-Artikel, Review-Artikel, Interviews oder generelle Fachartikel. Sammelt einmal alle Formate, die ihr in eurem Blog nutzt. 

Habt ihr sie alle beisammen, dann legt euch entweder wie schon bei der ersten Übung ein internes Wiki an, wo ihr sie sortiert notiert oder schreibt sie oldschool auf einen Zettel, der immer in eurer Nähe liegt. 

Wenn es also nächstes Mal darum geht einen Blogartikel zu finden, schaut ihr euch erst einmal die Liste eurer Formate an. Dann sucht euch nicht nur ein Format aus, dass euch vielleicht im Moment besonders gut liegt – manchmal ist es der Fachartikel, der gern auch mal 2000 Worte haben darf und manchmal eher der kleine Tipps-und-Tricks-Artikel –, sondern überlegt auch, was bei euch auf dem Blog vielleicht in letzter Zeit etwas stiefmütterlich behandelt wurde.  

Wir bei sozial-pr haben gemerkt, dass wir in letzter Zeit kaum noch Tipps und Tricks rausgebracht haben. Tja und jetzt schreibe ich euch diesen Artikel. 😉 

Warum nenne ich das ganze Formatbingo? Zum einen, weil ich schlicht einen Begriff dafür gesucht habe und zum anderen, kann so eine Liste wie gutes altes Bingo genutzt werden. 

Kreativübung 3: Die Kuchen-Methode

Wir backen uns ein Thema. Nein, ich mache keinen Scherz. Wie bei jedem Rezept müssen hier ein paar Schritte beachtet werden, doch am Ende sollte euch ein wunderbarer Themen-Kuchen gelungen sein. 

  1. Zutaten sammeln: Wir beginnen damit die Zutaten erst einmal zu sammeln. Wie funktioniert das Sammeln der Zutaten am besten? Entweder ihr brainstormt selbst oder mit Kolleg*innen oder nutzt einfach die A bis Z Methode und benennt mit dem Formatbingo, was vielleicht gerade gebraucht wird.  
  2. Zutaten mischen: Nach dem Sammeln werden die Zutaten gemischt. Wertet aus, was ihr beisammen bekommen habt. Welche Ideen lassen sich verbinden oder ergänzen sich gegenseitig super? Wo seht ihr den wenigsten Erfolg und was kann vernachlässigt werden? 
  3. Teig ruhen lassen: Ist der Teig gemischt, dann muss er ruhen. Macht etwas anderes, egal was. Aber widmet euch nicht mehr eurem gerade gefundenen Thema. Das Unterbewusstsein kann Wunder bewirken. Der ein oder andere kennt es vielleicht. Vor dem Bett gehen merkt man, etwas wurde vergessen oder ein Rätsel war unlösbar und morgens wacht ihr auf und der erste Gedanke geht genau dahin und Richtung Lösung. Nicht anders arbeiten wir, wenn wir unseren Teig stehen lassen und das Unterbewusstsein arbeiten lassen. Gebt ihm ruhig Zeit, die Erleuchtung wird, so oder so, unerwartet kommen. 
  4. Kuchen backen: Und nun der letzte Schritt. Der Kuchen wird gebacken. Das heißt, dass die Lösung oder Idee noch geschliffen, ergänzt und umgesetzt wird. 

Ich persönlich mag an dieser Methode vor allem, dass sie sich wunderbar mit der A bis Z Methode und dem Formatbingo verbinden lässt. Ihr habt hier die volle Bandbreite an Kreativarbeit, die euch ans Ziel bringen kann. Das Schöne ist, habt ihr oft genug mit der A bis Z Methode gearbeitet und dadurch genug kreative Ideen, die ihr jederzeit einfach abrufen könnt, sammelt ihr irgendwann die Zutaten für euren Kuchen ganz von selbst. 

Ich mach mal kein Geheimnis daraus, dass es noch unendlich viele andere Kreativübungen gibt. Tatsächlich müsst ihr am Ende schauen, was euch besonders gut liegt. 

Ich habe mir diese drei für den Artikel ausgesucht, da sie unfassbar gut zusammen harmonieren. Im Zweifel macht ihr einfach alle drei Übungen zusammen und habt am Ende einen wunderbaren Artikel, für den ihr vor allem eure eigene Kreativität brauchtet. Denn ehrlicherweise gibt es für Schreiberlinge nichts Schlimmeres als den Wunsch nach dem Schreiben, aber am Ende weiß man einfach nicht, worüber man schreiben möchte. 

Ihr sucht generell einen Weg kreativer zu werden? Schaut euch gerne folgendes Video an:

Wie nützlich sind KI? 

Ich hatte oben bereits angekündigt, dass ich kurz auf Tools, wie ChatGPT und Neuroflash, eingehen werde. Zu ignorieren, dass diese Tools bei der Themenfindung ziemlich nützlich sein können, wäre Blödsinn. Mein Kollege Christian Müller hat erst jüngst einen Artikel rausgebracht, wo er einige nützliche KI-Tools benennt und beschreibt.

Ich rate klar davon ab, dass ihr euch von solchen Tools ganze Artikel schreiben lasst. Zum einen, sind sie qualitativ niemals auch nur annähernd so gut, wie der eines realen Menschen. Zum anderen könnt ihr schlicht die Informationen innerhalb des Artikels nicht wirklich nachweisen. 

Aber für die reine Themenfindung sind Tools, wie Neuroflash, wirklich praktisch. Ihr gebt einen Begriff ein und es spuckt euch Überschriften und Zwischenüberschriften aus. Vielleicht ist exakt die eine Überschrift dabei, die euch dazu bringt einen Artikel darüber zu schreiben. 

Natürlich wirkt es so, als wären durch KI-Tools solche Kreativübungen obsolet. Aber das stimmt natürlich nicht. Es mag eure Arbeit erleichtern, aber ihr solltet niemals vergessen, dass ihr am Ende des Tages eure Kreativität verliert, wenn ihr euch nur auf KI-Tools verlasst. 

Unterstütze ich die Arbeit mit KI-Tools? Schon ein bisschen. Würde ich deswegen nur noch Neuroflash nach Ideen für einen Blogartikel fragen? Ganz sicher nicht. 

Euer Sammelbecken der Kreativität 

Ich habe extra Kreativübungen ausgesucht, die am Ende des Tages ein ganzes Sammelsurium an kreativen Ideen zusammenfügen. Übungen, auf die ihr immer wieder zurückgreifen könnt, wenn ihr sie einmal gemacht habt. Ihr habt eure Liste an Formaten, ihr könnt immer wieder mit dem Finger auf ein Format tippen und sagen, das schreibe ich heute. Ihr habt ein Thema, aber keine Idee. Schaut euch alle Begriffe, die ihr zu dem Thema gesammelt habt an und setz sie zu einem Thema zusammen.  

Es wird vielleicht den ein oder anderen unter euch geben, der dadurch auf lange Sicht bald gar keine Kreativübungen mehr braucht, um kurz und knackig ein Thema für einen Blog aus dem Ärmel zu schütteln. Aber selbst, wenn ihr diese Kreativübungen immer wieder macht – so wie ich – ist das nicht schlimm. Manchmal ist die Themenfindung einfach echt schwierig.  

Selbst wir bei sozial-pr haben nicht immer sofort die eine kreative Eingebung für ein super Blogartikel-Thema und das, obwohl es ja unser tägliches Brot ist. 

Der beste Tipp? Fangt einfach an. Nutzt die Übungen, fragt gerne ein KI-Tool. Aber wichtig ist, dass ihr wirklich einfach anfangt. Grübelt nicht zu viel nach, ob ihr vielleicht noch auf ein Thema kommt. Setzt euch an die Übungen oder fragt Neuroflash. Ihr werdet merken, die Kreativität kommt dann ganz von allein! 

PS: Hier habe ich noch einige Links für euch gesammelt, die das generelle kreative Schreiben als Mittelpunkt haben:


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